Veranstalter

if_logo_phil

 

oberberg

 

ForumHumanum 

 

In Kooperation mit:

anna gamma

woew

 

News

Glück im Gehirn - eine Erkundung mit Anke Engelke und Prof. Dr. med. Tobias Esch
Was passiert im Gehirn, wenn wir glücklich sind? Und wie können wir glücklich werden? Moderatorin Anke Engelke ist diesen Fragen nachgegangen und hat im Gespräch mit Prof. Dr. med. Tobias Esch, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Kuratoriums für den Kongress Meditation & Wissenschaft 2016, interessante Antworten gefunden. Im Video, das via YouTube verfügbar ist, zeigt der Neurowissenschaftler, welche Gehirnregionen bei Gücksgefühlen aktiviert werden. Und gibts Tipps für ein ausgeglicheneres Leben.

 

Neuerscheinung: MBSR - Die Kunst, das ganze Leben zu umarmen
Die Methode "Mindfulness-Based Stress Reduction" (MBSR) zählt zu den am besten erforschten Meditationsansätzen. Gerade ist das Buch "MBSR - Die Kunst, das ganze Leben zu umarmen" von Cornelia Löhmer und Rüdiger Standhardt erschienen. Das Buch liefert eine kompakte und umfassende Einführung in das MBSR-Programm mit seinen Übungswegen Body-Scan, Yoga, Geh- und Sitzmeditation. Ein Vertiefungskurs widmet sich besonderen Lebensthemen wie Eltern, Arbeit, Ernährung, Geld, Ökologie, Sexualität, Sinn und Tod. Zwei Übungs-CDs erleichtern den direkten Einstieg in alle Übungen. Das Buch beinhaltet ein Vorwort von Prof. Dr. Michael von Brück, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Kongresses Meditation & Wissenschaft. Der Neurowissenschaftler Dr. Ulrich Ott, der ebenfalls dem Beirat angehört, ist mit einem Beitrag über Wirkungen von MBSR im Buch vertreten.
Weitere Informationen zum Buch 

 

Neuerscheinung: Yoga & Embodiment
Zu den diesjährigen Themen des Kongresses Meditation & Wissenschaft gehören die Felder Meditation in Bewegung wie auch die Betrachtung des Embodiments im Kontext der Behandlung von Depressionen. Das Buch „Yoga & Embodiment“ von Elisabeth Baender-Michalska und Rolf Baender bringt beide Felder zusammen. Es stellt Yoga als eine Mind-Body-Disziplin zur Bewältigung von seelischem und physischem Schmerz vor, verbindet die Yogatradition mit dem Konzept der verkörperten Selbstwahrnehmung (Embodiment), geht auf die Evaluation von Yogapraktiken ein, verortet Yoga im Spannungsfeld von Gesundheitsförderung, Prävention, Gesundheitsbildung und Therapie und erklärt unterschiedliche Körperübungen (Asanas), Atemtechniken (Pranayama) und Entspannungsmethoden.
Weitere Informationen zum Buch 

 

Online-Plattform zur neurowissenschaftlichen Perspektiven von Meditation
Die Online-Plattform „dasGehirn“ bietet neben allgemeinen neurowissenschaftlichen Informationen auch eine Sektion, die aktuelle wissenschaftliche Beiträge der Meditationsforschung zusammenstellt. Neurowissenschaftler wie Dr. Ulrich Ott und Dr. Britta Hölzel, die beide dem wissenschaftlichen Beirat für den Kongress „Meditation & Wissenschaft 2014“ angehören, geben hier Einblicke in ihre Forschungsarbeit. Ein Lexikon zu Fachbegriffen und eine kleine Literaturliste bieten flankierende Informationen.
Weitere Informationen 

 

Techniker Krankenkasse bietet Special zu Meditation
Die gesundheitlichen Wirkungen von Meditation veranlassen immer mehr Gesundheitsdienstleister, sich der Thematik zu widmen und ihren Zielgruppen entsprechende Angebote zu unterbreiten. So bietet die Techniker Krankenkassen nicht nur für ihre Mitglieder eine Online-Sektion, die das Thema Stress, Entspannung und Meditation aufbereitet. In einem Interview erklärt der Meditationswissenschaftler Dr. Ulrich Ott, der auch dem wissenschaftlichen Beirat des Kongresses „Meditation & Wissenschaft 2014“ angehört, die grundsätzlichen Wirkungsweisen von Meditation. Meditationsanleitungen sowie MP3-Downloads mit geführten Meditationen und Übungen runden das Angebot ab.
Weitere Informationen 

 

Studiengang „Spirituelle Begleitung in der globalisierten Gesellschaft“
Die Donau-Universität Krems bietet bereits zum zweiten Mal den Studiengang „Spirituelle Begleitung in der globalisierten Gesellschaft“ an. „Der neue, überkonfessionell ausgerichtete Studiengang bietet eine systematische, berufsbegleitende Weiterbildung für die menschliche, religiöse und spirituelle Begleitungstätigkeit in unterschiedlichen Berufsfeldern wie Medizin, Pflege und Hospizarbeit (v.a. Palliative Care), Seelsorge in den verschiedenen Religionsgemeinschaften, Psychotherapie, Alten- und Sozialarbeit – vor dem Horizont kultureller und religiöser Vielfalt und einer veränderten Spiritualitätskultur. Schwerpunkte des Curriculums bilden die Vermittlung von Kenntnissen, Kompetenzen und zentralen Methoden in der spirituellen Begleitung; Grundwissen über religiöse und spirituelle Traditionen und ihren Beitrag zur Klärung von Lebensfragen; Prinzipien und Praxis des Umgangs mit Krankheit, Leid, Krisensituationen, Sterben und Tod in Begleitungsbeziehungen; die Förderung spiritueller Wachstumsprozesse sowie die eigene persönliche bzw. spirituelle Entwicklung“, heißt es in der Ausschreibung. Die berufsbegleitende akademische Weiterbildung dauert beim Abschluss als „Akademische/r Experte/in“ vier Semester. Auch ist nach sechs Semestern ein Abschluss als Master of Arts möglich.
Weitere Informationen

 

Interview: Meditation für Skeptiker
Im Interview mit dem WDR5 bietet der Neurowissenschaftler Dr. Ulrich Ott vom Bender Institute of Neuroimaging einführende Informationen zur Bedeutung und Funktionsweise von Meditation und erklärt, wie sich Veränderungen, die sich durch Meditation einstellen, im Gehirn nachweisen lassen. Ott, der auch dem wissenschaftlichen Beirat des Kongresses "Meditation & Wissenschaft 2014" angehört, illustriert pragmatisch, wie sich die meditative Praxis beispielsweise positiv auf die Fähigkeit der emotionalen Selbstregulation auswirkt. 
Interview online anhören

Special der Techniker Krankenkasse zu Meditation und Stressmanagement
Die Techniker Krankenkasse hat in ihrem Versichertenmagazin ein Special dem Thema "Stressfrei leben" gewidmet. Die Beiträge geben einen Überblick über die aktuellen Erkenntnisse der Meditationsforschung, zeigen konkrete Anwendungs- und Wirkungsszenarien und vermitteln den Lesern, was sie zur gesundheitlichen Prophylaxe tun können. "Gelingt es Ihnen, die hektische Betriebsamkeit der Gedanken zu beruhigen und die Aufmerksamkeit zum Beispiel an die Körperempfindungen zu koppeln, dann wird in der Regel die Atmung von selbst langsamer und tiefer. Herzrate, Blutdruck und Muskelspannung sinken, und die elektrische Aktivität des Gehirns zeigt langsamere und stärker synchronisierte Wellen – das typische Bild einer Entspannungsreaktion", erklärt Dr. Ulrich Ott vom Bender Institute of Neuroimaging, Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des Kongresses "Meditation & Wissenschaft 2014", die gesundheitlichen Wirkungen von Achtsamkeit. 
Download des Magazins 

Mind and Life Europe Symposium for Contemplative Studies
vom 10. bis 13. Oktober 2013 in Berlin

Zum Thema "Personal and Societal Change from the Contemplative Perspective" findet vom 10. bis 13. Oktober 2013 in Berlin ein von "Mind and Life Europe" organisiertes Symposium statt. Neben der Eröffnungskeynote der bekannten deutschen Neurowissenschaftlerin Tania Singer über “The Emergence of Contemplative Neuroscience: From Brain Plasticity to a Caring Society” erwarten die Teilnehmer Vorträge und Master Lectures von international renommierten Wissenschaftlern wie Mark Williams, Wolf Singer, Arthur Zajonc, Otto Scharmer, Dennis J. Snower und Rupert Gethin u.a. zu den folgenden Themen: “Global Problem-Solving through the Voice of Care”, “The Voice of Caring Economics”, “Societal Change: How Does It Work?”, “Mindfulness Meditation Training for Children with ADHD" und "Parzival’s Journey: From Personal to Societal Change". Verschiedene Panel-Diskussionen, Poster Sessions und ein Open Process Lab schaffen Foren für den fachlichen und persönlichen Austausch. Das Symposium findet durchgängig in englischer Sprache statt.
Weitere Informationen und Anmeldung: www.europeansymposium.org

Neuerscheinung: Stressbewältigung mithilfe der Mind-Body-Medizin
Die Mind-Body-Medizin entwickelt seit mehr als 20 Jahren integrative Konzepte zur Stärkung der Stressresistenz. Das neue Trainingsmanual von Prof. Dr. med. Tobias Esch (Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates für den Kongress Meditation & Wissenschaft 2014) und Dr. med. Sonja Maren Esch entwickelt ein Übungsprogramm, das Methoden der Achtsamkeit, der Gesundheitsförderung und zur Stärkung der Selbstwirksamkeit kombiniert, um zu einer ganzheitlichen Form der Stressbewältigung zu finden. Das Buch eignet sich für das Selbststudium und bietet Übungen zur Stressreduktion sowie fundierte theoretische Bezüge. Kurs- und Übungsleiter finden darin Materialien zur Entwicklung eigener Kursprogramme.
Weitere Informationen



Vorträge des Kongresses 2012 auf DVD erhältlich
Als besonderen Service bietet Ihnen der Dienstleister VisionGate.tv Mitschnitte der Vorträge des Kongresses auf DVD an. Grundsätzlich beinhaltet jede DVD einen Vortrag. Kurzvorträge werden thematisch gebündelt jeweils als Collection auf einer DVD angeboten:

Collection „Meditation im Bildungswesen“: 
Vorträge von Vera Kaltwasser, Prof. Dr. Tobias Esch, Ernst Fritz-Schubert und Dr. Nils Altner

Collection „Meditation in der Arbeitswelt“: 
Vorträge von Prof. Dr. Stefan Schmidt, Dr. Reto Diezi und Prof. Dr. med. Gustav J. Dobos

Collection „Chancen und Nebenwirkungen von Meditation“: 
Vorträge von Dr. Ulrich Ott, Dr. Michael Utsch, Dr. Alexander Poraj

(Die Vorträge von Prof. Dr. Eugen Buß und Prof. Dr. Hans Förstl sind nicht erhältlich.)

Einzel-DVDs können Sie zum Preis von 17,- Euro erwerben, ab einem Bezug von vier DVDs reduziert sich der Einzelpreis auf 14,- Euro (diese Ermäßigung wird erst im Warenkorb angezeigt), und das Gesamtpaket mit sieben DVDs ist für 90,- Euro erhältlich.
Zur Bestellseite




 

Meditation legt Basis für einen Kulturwandel
Kongress „Meditation & Wissenschaft 2012“: Bewusstseinsentwicklung rückt immer mehr in den gesellschaftlichen Fokus

Die Zeiten, in denen Meditation als eher „exotisches“ Phänomen betrachtet wurde, sind endgültig vorbei. So zeigte der Kongress „Meditation & Wissenschaft 2012“, der am 16./17. November 2012 von der Oberberg Stiftung und der Identity Foundation im Atrium der Deutschen Bank in Berlin veranstaltet wurde und mit 420 Teilnehmenden ausgebucht war, dass die universitär etablierte Bewusstseinsforschung wesentliche Impulse für einen Kulturwandel liefert. Mit den Themen Bildungswesen und Arbeitswelt griff der Kongress zwei Fragestellungen auf, die das Selbstverständnis moderner Gesellschaften im Kern berühren, und vermittelte konkrete Wege, wie den wachsenden Herausforderungen begegnet werden kann.

Bildung ist auch eine Frage der Entfaltung und der persönlichen Kompetenz

Dank G8 und Bologna-Reform wurde die Effizienz des deutschen Bildungssystems in den vergangenen Jahren erheblich gesteigert, doch diese Funktionalisierung birgt auch Schattenseiten, denn sie erhöht den Stressfaktor für Lehrende und Lernende erheblich und engt mögliche Entfaltungsräume ein. Deshalb plädierte der renommierte Neurowissenschaftler Prof. Dr. Gerald Hüther in seinem Vortrag dafür, Lernprozesse stärker an den wissenschaftlich bereits gut erforschten Voraussetzungen des Gehirns zu orientieren. Die Förderung von Entdeckerfreude und Gestaltungslust, die zu den natürlichen Ressourcen von Kindern zählen, könne nicht nur die Lernmotivation stärken, sondern auch die Basis dafür legen, dass der Prozess des Lernens sich von der reinen Wissensaneignung hin zu einer Kompetenzentfaltung bewege, die Originäres, also Neues schöpfe. 

Mit dem Programm „Achtsamkeit in der Schule“ illustrierte die Oberstudienrätin Vera Kaltwasser, dass Übungen zu Meditation und Achtsamkeit es Schülern erleichtern, besser mit Stress im Schulalltag umzugehen und sich zugleich gesünder in ihrem Menschsein zu entfalten. Gleiches gilt, das untermauerte Dr. phil. Nils Altner anhand einer Studie über die Wirkung meditativer Verfahren, für Lehrende, denn Meditation sei nicht nur der Selbstfürsorge zuträglich, sondern versetze Pädagogen auch in die Lage, ihren Unterricht besser an den Bedürfnissen ihrer Schüler zu orientieren. 

Praktiken der Stille sind dabei keine Flucht vor dem Alltag, sondern stärken die Fähigkeit, mit der bestehenden Realität konstruktiv umzugehen. So belegte eine Studie von Prof. Dr. med. Tobias Esch über einen Stressmanagement-Kurs an der Hochschule Coburg, dass Studierende, die ein ganzheitliches Programm auf Basis der Body-Mind-Medizin absolvierten, leichter mit den Herausforderungen des universitären Alltags zurecht kommen und eine bessere Lebensqualität aufweisen als ihre Kommilitonen, die nicht mit meditativen Methoden vertraut sind. Letztlich geht es jedoch nicht nur um die Förderung der individuellen Resilienz, sondern auch darum, die Lernkontexte insgesamt ins Visier zu nehmen. Oberstudiendirektor Ernst Fritz-Schubert zeigte mit dem von ihm entwickelten Schulfach Glück, wie sich die Grundsatzfrage nach einem erfüllten und sinnvollen Leben im Curriculum etablieren und so die klassische Zielorientierung im Bildungswesen um Fragen der Entfaltung und des Menschseins erweitern lässt.

Wie wichtig diese Perspektive ist, untermauerte der amerikanische Forscher Richard Davidson, PhD., der in seinem mitreißenden Vortrag Beispiele lieferte für die konsequente Verzahnung von neurowissenschaftlichen und psychologischen Erkenntnissen. Seien es Lernschwächen bei Kindern oder auch traumatische Erlebnisse – wo mit Methoden der Achtsamkeit funktionale und emotionale Aspekte verbunden werden, entstehen konstruktive Strategien, die an die Stelle einer Kompensation von vermeintlichen Defiziten eine wahrhafte Entfaltung menschlicher Potenziale treten lassen.

Von der Kompensation zum Kulturwandel in der Arbeitswelt

Die Frage des Potenzials wird auch in der Arbeitswelt immer virulenter, denn die wachsenden Zahlen an Burn-out-Diagnosen und psychischen Erkrankungen zeigen akuten Handlungsbedarf. So stellte der Schweizer Meditationslehrer Fred von Allmen in seiner Einführung in die Meditation die „befreiende Erkenntnis“, die aus einer Praxis der Stille resultieren kann, ins Zentrum. Eine Perspektive, die im Top-Management durchaus bereits Verbreitung findet, wie Prof. Dr. Eugen Buß in seinem Beitrag über die spirituellen Haltungen von Konzernlenkern darlegte, die sich allerdings erst langsam auch in den Strukturen und der Ausrichtung von Unternehmen auszudrücken beginnt. Dieses Spannungsfeld von Innen und Außen thematisierte auch Prof. Dr. Stefan Schmidt, der in seinem Vortrag der Frage nachging, ob eine Zielorientierung im Hinblick auf Meditation, beispielsweise als Mittel zur Stärkung der eigenen kognitiven Fähigkeiten oder der Belastbarkeit, nicht ein Widerspruch in sich sei, weil hier eine Methode, die von Absichtslosigkeit lebe, nur allzu leicht funktionalisiert werde. 

Letztlich ist es die bewusste Synthese beider Pole, die das vermeintliche Dilemma auflösen kann, wie Dr. Reto Diezi in seinem Bericht über ein Achtsamkeitstraining von Führungskräften zeigte, denn gerade in der Beschäftigung mit der Seins-Dimension, für die Meditation steht, verändere sich auch die Einschätzung dessen, was es in der Arbeitswelt wirklich brauche. Und unter diesen Vorzeichen überdeckt Achtsamkeit nicht die Mängel des Bestehenden, sondern legt die Basis für eine konstruktive Weiterentwicklung von Führungs- und Unternehmensstrukturen. Da solche Wandlungsprozesse sich jedoch nicht von heute auf morgen vollziehen, wird Meditation mittelfristig eine wichtige Rolle als Weg der (Selbst-)Heilung spielen. Wo Menschen durch Stress krank werden, das illustrierte Prof. Dr. med. Gustav J. Dobos mit seinen Fallstudien zur Wiederherstellung der Regulationsfähigkeit auf Basis von Achtsamkeitsmethoden, stellt jede Praxis, die Gesundung erleichtert, einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung dar.

Risiken nicht ausblenden und (selbst)verantwortlich handeln

Bei allen segensreichen Wirkungen der Meditation, die wissenschaftlich inzwischen dokumentiert sind, stellt sich indes auch die Frage, wo die Grenzen von Achtsamkeitspraktiken liegen. So skizzierten Dr. Ulrich Ott und Prof. Dr. Hans Förstl, dass es bei Menschen, die in ihrer Ich-Stärke beeinträchtigt sind oder die unter psychischen Vorerkrankungen leiden, durch Meditation zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen könne. Dr. Michael Utsch und Dr. Alexander Poraj wiederum zeigten den Bedarf auf, Qualitätsrichtlinien für Meditationslehrer zu entwickeln und die Rahmenbedingungen, unter denen Meditation unterrichtet wird, zu validieren. 

Da die Forschung hierzu noch in den Kinderschuhen steckt, hat die (Selbst)Verantwortung der Lehrenden und Übenden hier einen besonders hohen Stellenwert – ein Themenfeld, das sich auch in der von Gert Scobel moderierten Podiumsdiskussion zu einer neuen Bewusstseinskultur herauskristallisierte. So berichtete der Fernsehjournalist Joachim Faulstich von einem Filmprojekt über Meditation und Heilung, bei dem sich gezeigt hatte, dass die gesundheitsfördernde Wirkung von Achtsamkeitspraktiken immer in einen komplexen Kontext individueller Lebensgestaltung eingebettet ist, Achtsamkeit also ihre Relevanz nicht zuletzt durch die Übenden selbst entfaltet. Damit der Einzelne in diesem Erkenntnisprozess nicht auf sich selbst zurückgeworfen ist, hat Prof. Dipl.-Ing. Martin Meusburger im Vorarlberg beispielsweise eine Plattform initiiert, die Managern mittelständischer Unternehmen Weiterbildungen und den Austausch zum Thema Achtsamkeit im Business ermöglicht. 

Diese wechselseitige Bezugnahme von persönlicher und gesellschaftlicher Veränderung gewinnt auch in den Augen von Prof. Dr. med. Götz Mundle immer mehr an Bedeutung, damit Meditation nicht zum therapeutischen Kompensationsmechanismus wird, sondern ein konstruktiver Kulturwandel einsetzen kann, der grundsätzliche gesellschaftliche Rahmenbedingungen langfristig verändert. Eine Veränderung, die – und damit schloss die Zen-Meisterin Dr. Anna Gamma den Kreis – gerade dann neue Impulse erfährt, wenn es Meditierenden gelingt, sich durch ihre Praxis der Stille nicht nur innerlich weiterzuentwickeln, sondern ihre Einsichten auch bewusst in die Gestaltung ihres Alltags zu integrieren und damit auch im Außen einen Unterschied zu machen.

Insgesamt markierte der Kongress Meditation & Wissenschaft den Brückenschlag von der wissenschaftlichen Erkenntnis zur konkreten Lebenspraxis, vom Wissen zum Werden. Die Herausforderungen der Gegenwart legen die Dringlichkeit einer neuen Bewusstseinskultur nahe, und die zahlreichen Praxisbeispiele des Kongresses zeigen, dass diese neue Kultur bereits aus der Mitte der Gesellschaft heraus Konturen entwickelt.  
(Dr. Nadja Rosmann)

   

Meditation im Business - Über die Angst hinaus gehen
In einem Video-Interview mit dem "Persönlichkeits-Blog" erklärt der Zen-Lehrer Paul Kohtes, dessen gemeinnützige Stiftung für Philosophie Identity Foundation Mitveranstalter des Kongresses Meditation & Wissenschaft ist, wie Führungskräfte von Meditation profitieren können. Wo es im Business immer mehr ums reine Funktionieren geht, wächst der Druck auf Manager zusehends - Karriere und Kontrolle werden dann allzu leicht zur Strategie, den eigenen Ängsten zu entkommen. Ein Teufelskreis, bei dem die Persönlichkeit bisweilen auf der Strecke bleibt. Im Interview erklärt Paul Kohtes, wie Meditation hier zu neuer Klarheit führen kann.
Zum Video-Interview 

Quarks & Co. gibt Einblicke in die Meditationsforschung
In einem Beitrag der WDR-Sendereihe "Quarks & Co" werden Einblicke in die jüngsten Erkenntnisse der Meditationsforschung vermittelt. Die 45-minütige Sendung stellt unter anderem die Arbeit von Prof. Dr. med. Tobias Esch, der zu den Referenten des Kongresses Meditation & Wissenschaft 2012 gehört, vor. Neben einer Anleitung für die Meditation erklärt der Bericht auch, welche Vorgänge sich in Körper und Geist vollziehen, während man meditiert.
Weitere Informationen 

Gehirn, Bewusstsein und Ich - Neurologische Einblicke in den "Bürgerkrieg im Gehirn"
In einem Interview mit dem Spiegel erklärt der amerikanische Neurowissenschaftler David Eagleman, wie Gehirn, Bewusstsein und Ich zusammenspielen, welche Trugschlüsse unsere alltägliche Selbstwahrnehmung prägen und wie die Hirnforschung unser Verständnis von Denken, Fühlen und Glauben verändert.
Artikel auf Spiegel-Online lesen

 

Studie: Knapp jeder vierte Deutsche setzt auf Meditation
Meditation kommt als Thema immer mehr in der Mitte der Gesellschaft an. Dem hektischen Tagesgeschehen beispielsweise setzen viele Deutsche ganz gezielt den Rückzug in die Stille entgegen. 40,4 Prozent sind überzeugt, dass sie auf diese Weise am besten etwas über sich selbst, das Leben und die Welt erfahren. 22,7 Prozent betonen, dass ihnen regelmäßige Phasen der Selbstbesinnung und Meditation besonders wichtig sind im eigenen Leben. Und 23,1 Prozent der Bevölkerung sind der Ansicht, dass zu einem „guten Leben“ spirituelles Bewusstsein gehört. So die Ergebnisse einer Repräsentativ-Studie der gemeinnützigen Stiftung für Philosophie Identity Foundation.
Weitere Informationen zur Studie 

 

Seminar "Meditation für Skeptiker" mit Dr. Ulrich Ott
Direkt im Anschluss an den Kongress "Meditation & Wissenschaft 2012" wird Kongressreferent Dr. Ulrich Ott im Integralen Forum Berlin ein Seminar für Meditationsskeptiker anbieten. Neben Yoga- und Meditationsübungen, die die Thematik praktisch verorten, besteht die Möglichkeit zu einem kritischen Diskurs über die Wirkungen und Praxis von Meditation.
Weitere Informationen zum Seminar


Symposium "New Science and Leadership" des Lassalle-Instituts
Das in der Schweiz beheimatete Lassalle-Institut, das auch zu den aktiven Unterstützern des Kongresses "Meditation & Wissenschaft 2012" gehört, veranstaltet vom 8. bis 10. November 2012 ein Symposium "New Science and Leadership", das der Frage nachgeht, in welcher Welt wir leben wollen. Die Veranstaltung schlägt eine Brücke zwischen den Naturwissenschaften und den Weisheitstraditionen, betrachtet Erkenntnisse aus Hirnforschung, Neurobiologie und Quantenphysik und erörtert den Nutzen, den Menschen, die in Beruf und Alltag Verantwortung tragen, aus diesen neuen Erkenntnissen für die Führungskunst und Führungskultur gewinnen können. Die Symposiumskultur zeichnet sich durch eine kreative Mischung von Referaten, Learnshops, einem Panel, der Zen-Meditation und künstlerischen Beiträgen aus. Teilnehmende haben Zeit zur Ruhe zu kommen, aufzutanken, und sich von neuen Erfahrungen und anregenden Begegnungen inspirieren zu lassen.
Weitere Informationen

 

Veranstaltungsprogramm des Integralen Forum Berlin
zum Kongress Meditation & Wissenschaft

Das Integrale Forum Berlin bietet 2012 flankierend zum Kongress Meditation & Wissenschaft einen Veranstaltungszyklus an, in dessen Rahmen mit Vorträgen, Seminaren und Workshops verschiedene Aspekte von Meditation vertieft werden. Zu den Mitwirkenden gehören unter anderem Dr. Ulrich Ott und Prof. Dr. Tobias Esch, die auch als Referenten beim Kongress "Meditation & Wissenschaft 2012" vertreten sein werden. Das vollständige Programm im Überblick:

8. Oktober 2012
Risiken und Schwierigkeiten von Meditation
Matthias Ruff

12. bis 14. Oktober 2012
Die Kultur der Potenzialentfaltung in der Bildung Teil 2
Silke Weiss, Matthias Ruff & Prof. Christoph Schneider

17. bis 18. November 2012
Meditation für Skeptiker
Dr. Ulrich Ott

23. bis 25. November 2012
Meditation als Kulturtechnik für das große Glück?
Dr. Imogen Dalmann & Martin Soder

Ausführliche Informationen & Seminarbeschreibungen unter www.integralesforum-berlin.de.
Download des Programms als PDF

 

Neuerscheinung "Das Buch vom Nichts"
Mit dem neuen Titel "Das Buch vom Nichts - Mit Zen zu einem Leben in Fülle" bietet der Zen-Lehrer Paul J. Kohtes, dessen gemeinnützige Stiftung für Philosophie Identity Foundation Mitveranstalter des Kongresses Meditation & Wissenschaft ist, einen alltagstauglichen Zugangsweg zur Praxis des Zen. An anschaulichen Beispielen aus dem täglichen Leben vermittelt das Buch wesentliche Aspekte der Meditations- und Achtsamkeitspraxis und illustriert, wie Meditation einen Beitrag leisten kann, dass das Denken klarer wird, Konzentration und Geduld wachsen und Stress abnimmt. Eine CD mit acht geführten Meditationen erleichtert den Weg zu einer regelmäßigen Übungspraxis.
Weitere Informationen: Amazon, Gräfe und Unzer Verlag 

 

Neuerscheinung: "Die Neurobiologie des Glücks"
Was macht uns glücklich? Und was passiert dabei im Gehirn? Prof. Dr. med. Tobias Esch, einer der international führenden Experten einer Mind-Body-Medizin und Referent des Kongresses Meditation & Wissenschaft 2012, vermittelt in seinem neuen Buch "Die Neurobiologie des Glücks" auf der Grundlage aktueller Erkenntnisse aus Neurobiologie, Hirnforschung und Positiver Psychologie fundiertes Grundlagenwissen für Ärzte, Psychologen und Therapeuten, aber auch für wissenschaftlich interessierte Laien. Dabei geht er der Frage nach, was Glück aus Sicht von Psychologie und Medizin eigentlich ist, wo Glücksempfinden neurobiologisch gesehen entsteht und wie es ausgelöst wird. IWeiter betrachtet er Fragen wie: Was schafft Glück? Welche Lebenshaltung und Denkweise, welches Tun und auch Nicht-Tun machen nachweislich glücklich? Und schließlich geht es um die angewandte Positive Psychologie, um die „Glückspraxis“. Was kann jeder konkret tun, um Glück zu empfinden?
Weitere Informationen zum Buch 


"Meditieren für die Firma: Zen und Management im Dialog"

Das Deutschlandradio greift in seiner Sendereihe "Studiozeit" das Thema Meditation im Arbeitsleben auf. Der Journalist Heinz-Jörg Graf spricht mit Zen-Lehrern und meditierenden Managern darüber, welche Wirkungen Meditation im Businesskontext entfalten kann. Die Suche nach Orientierung und der Wunsch, in einem turbulenten Alltag neue Ankerpunkte zu finden, hat in den letzten Jahren zu einem wachsenden Interesse an Achtsamkeitstechniken geführt. Lehrende und Praktizierende machen die Erfahrung, dass Meditation einen neuen Geist in Unternehmen etablieren kann und sich eine neue Kultur der Verantwortung entwickelt. Auf der persönlichen Ebene machen viele Meditierende die Erfahrung, dass sie im Kopf freier werden und so mit den Belastungen, die der Beruf mit sich bringt, besser zurecht kommen.
Download der Sendung

Meditation auf dem Weg in den Mainstream
In den Medien zeigt sich derzeit großes Interesse am Thema Meditation. So hat der Radiosender HR info eine Sendung seiner Reihe "Fit und Gesund" der Frage gewidmet, wie Meditation sich auf die Gesundheit auswirkt. Das ZDF-Magazin "Sonntags" wiederum beleuchtet die Zusammenhänge zwischen Meditation und Lebensqualität. In beiden Sendungen kommt u.a. Dr. Ulrich Ott vom Bender Institute of Neuroimaging der Universität Gießen zu Wort, der als Meditationsforscher Brücken baut zwischen den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und einer aufgeklärten Anwendung von Meditation im Alltag. Ott wird beim Kongress Meditation und Wissenschaft 2012 mit einem Beitrag zu Risiken und Nebenwirkungen von Meditation vertreten sein. Beide Sendungen sind online verfügbar.
HR info zu Meditation und Gesundheit
ZDF-Sendung Sonntags zu Meditation und Lebensqualität 
ZDF: Einführung in die Meditation mit Dr. Ulrich Ott
ZDF: Wege zu innerer Ruhe mit Dr. Ulrich Ott 

 



DVD der Berufsgenossenschaft "Rohstoffe und chemische Industrie" zum Thema Meditation und Burn-out
Die Berufsgenossenschaft "Rohstoffe und chemische Industrie" hat eine DVD zum Thema Burn-out produziert, auf der verschiedene Experten und Betroffene zu Wort kommen und Lösungsmodelle für den Umgang mit beruflichen Belastungssituationen skizziert werden. In Interviews stellen Dr. Dieter Vaitl, Director des Bender Institute für Neuroimaging (BION) an der Universität Gießen und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Kongresses Meditation & Wissenschaft, und sein Kollege Dr. Ulrich Ott, Arbeitsgruppe "Veränderte Bewusstseinszustände - Meditationsforschung" des BION, die Arbeit des Instituts vor und geben Einblicke in das Thema Meditation. Ott wird beim Kongress Meditation & Wissenschaft 2012 mit einem Beitrag zu möglichen Risiken von Meditation vertreten sein.

Die DVD der Berufsgenossenschaft kann hier online angesehen oder bestellt werden.



 

Alle Berichte über den Kongress 2010 im Überblick
Zähneputzen für das Gehirn, Süddeutsche Zeitung 30.11.10
Meditation & Wissenschaft, Forum Nachhaltig Wirtschaften 1.12.10
Meditation auf dem wissenschaftlichen Prüfstand, Deutsches Fachzentrum für Stressbewältigung
Heilsame Wirkung der Meditation wird wissenschaftliche erforscht, info3 
Wissenschaftlicher Segen für Meditation, yogaservice
Meditation & Wissenschaft, Tattva Viveka, 30.11.10 
Sanfter Umbau des Gehirns, Berliner Zeitung, 18.12.10
Sanfter Umbau des Gehirns, Frankfurter Rundschau, 18.12.10
Meditation ohne Religion? Ein Kongress zur Bewusstseinsforschung, Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, Dezember 2010 

"Sternstunde Philosophie" mit Prof. Dr. Thomas Metzinger
Das Schweizer Fernsehen hat in seiner "Sternstunde Philosophie" einen Beitrag mit Prof. Dr. Thomas Metzinger, Referent des Kongresses Meditation & Wissenschaft 2010, zum Thema Ego-Tunnel gebracht. "Die Hirnforschung zertrümmert den Mythos des Selbst, sagt der Philosoph Thomas Metzinger und demontiert damit unser Verständnis des menschlichen Bewusstseins. Die neuen Theorien verlangen ein radikales Umdenken und werfen neue Fragen auf: Wird der Mensch entzaubert? Verändern die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung unser Bild vom Menschen? Könnten sich Begriffe wie Geist, Seele, Individualität und Willensfreiheit, die für unser Selbstverständnis prägend sind, auflösen? Und wenn ja, was wären die Konsequenzen?", heißt es in der Programminformation des Senders. Eine Wiederholung der Sendung läuft amSonntag, 13. Februar 2011 um 9.15 Uhr auf 3sat. Ein >>Mitschnitt der Sendung ist auch über Youtube<< verfügbar.

Studie zur Veränderung der Hirnstrukturen durch Meditation
Dr. Britta Hölzel vom Bender Institute of Neuroimaging, Giessen, und Referentin des Kongresses "Meditation & Wissenschaft 2010" stellt mit ihrer Fachkollegin Dr. Sara Lazar vom "Psychiatric Neuroimaging Research Program" am "Massachusetts General Hospital" in der neuen Ausgabe von "Psychiatry Research: Neuroimaging" eine Studie vor, die zeigt, welche Veränderungen im Gehirn sich bereits nach acht Wochen Meditationspraxis zeigen. MR-Scans zeigten, dass sich die graue Hirnsubstanz in Arealen, die für das Lernen und Wahrnehmung zuständig sind, verdichtete. Die von den Meditationsteilnehmern beschriebene Reduktion von Stress, spiegelte sich mit einer zurückgegangenen Dichte der grauen Hirnsubstanz in der Amygdala wider, die eine wichtige Funktion in der Entstehung von Ängsten und Stress spielt. 
Weitere Informationen zur Studie 

ORF-Sendung zum Kongress - hier zum Download
Die Journalistin Dr. Maria Mayer hat beim Kongress "Meditation & Wissenschaft 2010" die Chance genutzt, eine Radiodokumentation zum gegenwärtigen Forschungsstand der Wissenschaft zu machen. Die Sendung lief am 29. Dezember 2010 im "Salzburger Nachtstudio" (Radio Ö 1, jeden Mittwoch, von 21.01 - 22.00 Uhr). Aus der Ankündigung des Senders: "Durch Meditieren wächst die Aufmerksamkeit im Alltag, das Einfühlungsvermögen wird gesteigert und damit die Sozialkompetenz, die Schmerztoleranz nimmt zu, das Stresserleben wird reduziert. Diese positiven Wirkungen von Meditation werden in Therapien der integralen Heilkunst schon genützt. Nun findet in Berlin der erste interdisziplinäre Kongress zur Meditations- und Bewusstseinsforschung statt. Dabei werden Studien über die psychobiologischen Grundlagen, die klinischen Anwendungsfelder und die spirituellen Aspekte von Meditationsverfahren vorgestellt. Außerdem diskutieren Expert/innen aus Neurowissenschaft, Philosophie, Religionswissenschaft und den Gesundheitswissenschaften über den Stellenwert einer aufgeklärten Anwendung von Mediation für den Alltag des Einzelnen."
Hier können Sie den Beitrag herunterladen (ca. 70MB) bzw. online anhören. Bitte beachten Sie: Das Material darf nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden. 

 

Wie Meditation Schmerzpatienten helfen kann
In einem Interview mit dem Deutschlandradio erklärt Prof. Dr. Stefan Schmidt, Referent des Kongresses "Meditation & Wissenschaft 2010", wie Meditation Patienten mit chronischen Schmerzen dabei helfen kann, mit ihrem Leiden besser zurecht zu kommen. Schmidt gibt spannende Einblicke, welchen Stellenwert Meditation in der Komplementärmedizin bereits einnimmt.
Zum Interview 

Weitere Berichte zum Kongress 2010 im Internet
Auf den Webseiten von yogaservice und dem Deutschen Fachzentrum für Stressbewältigung sind weitere Berichte über den Kongress "Meditation & Wissenschaft 2010" erschienen. Außerdem hat das Wirtschaftsmagazin ForumNachhaltigWirtschaften berichtet.
Artikel auf yogaservice
Artikel des Deutschen Fachzentrums für Stressbewältigung 
Artikel ForumNachhaltigWirtschaften 

 

Das Geheimnis der Heilung - ARD-Dokumentation am 15. Dezember 2010
Am 15. Dezember 2010 läuft in der ARD um 23.30 Uhr eine Dokumentation des Filmemachers Joachim Faulstich zum Thema "Das Geheimnis der Heilung". "Seit die Neurowissenschaften die Macht des Geistes mehr und mehr belegen, kehrt uraltes Wissen in die Heilkunst zurück: Unikliniken arbeiten mit Heilern zusammen, Mediziner lernen selbst das Handauflegen, Onkologen unterstützen ihre Patienten mit Bewusstseinsreisen zu verborgenen inneren Bildern, Psychologen verbinden Trance und Feldenkrais-Arbeit, Ärzte helfen ihren Patienten, mit traditioneller chinesischer Medizin und Hypnose tief verborgene Ursachen chronischer Erkrankungen aufzuspüren. Der ARD-Film und das Begleitbuch nehmen Sie mit auf eine spannende Forschungsreise. In bewegenden Patientengeschichten, persönlichen Erfahrungen und Begegnungen mit Wissenschaftlern, Ärzten, Therapeuten und Heilern zeigt sich ein ermutigender Wandel, der noch vor wenigen Jahren undenkbar schien", heißt es in der Ankündigung des Films. Zu den Mitwirkenden gehört Prof. Dr. med. Tobias Esch, der auch als Referent beim Kongress "Meditation & Wissenschaft 2010" vertreten war.
Webseite zum Film 

 

Ein Meilenstein der Bewusstseinsforschung

 

500 Teilnehmer beim ersten interdisziplinären Kongress 


„Meditation & Wissenschaft 2010“ in Berlin

 

Seit mehreren Jahrzehnten tastet sich die akademische Bewusstseinsforschung an das Thema Meditation heran und eruiert, welche grundlegenden Prinzipien und Wirkungsweisen für die in den verschiedenen spirituellen und kulturellen Traditionen vermittelten Achtsamkeitspraktiken zentral sind. Der von der Identity Foundation, Düsseldorf, und der Oberberg Stiftung Matthias Gottschaldt, Berlin, in Zusammenarbeit mit der West-Östliche Weisheit – Willigis Jäger Stiftung, Holzkirchen bei Würzburg, organisierte interdisziplinäre Kongress „Meditation & Wissenschaft 2010“, der Ende November in Berlin stattfand, bündelte erstmals den Erkenntnisstand der aktuellen Forschung und zeigte auf, wie Neurowissenschaften, Psychologie, Medizin, Philosophie und Religionswissenschaft aus ihren unterschiedlichen Blickwinkeln eine Gesamtperspektive entwickeln, die sowohl der mystischen Dimension spiritueller Praxis gerecht wird als auch Wege aufzeigt, die positiven Wirkungen von Meditation im Rahmen eines rational-modernen Welt- und Menschenbildes zu integrieren.

So beschrieb Prof. Dr. Dieter Vaitl (Direktor des Bender Institute of Neuroimaging der Universität Gießen), wie die Wissenschaft in den letzten Jahrzehnten mit zahlreichen Grundlagenstudien eine Brücke baute zur Objektivierung spiritueller Phänomene. Dr. Ulrich Ott (Bender Institute of Neuroimaging, Universität Gießen) und Dr. Britta Hölzel (Massachusetts General Hospital and Harvard Medical School, Boston) zeigten auf, welche nachweisbaren Spuren Meditation im Gehirn hinterlässt. Prof. Dr. med. Tobias Esch (Studiengang der Integrativen Gesundheitsförderung, Hochschule Coburg, Neuroscience Research Institute, State University of New York), Prof. Dr. med. Götz Mundle (Ärztlicher Geschäftsführer Oberbergkliniken und Chefarzt der Oberbergklinik Berlin/Brandenburg) und Prof. Dr. Stefan Schmidt (Leiter der Akademischen Sektion Komplementärmedizinische Evaluationsforschung, Universitätsklinikum Freiburg) beleuchteten medizinische Wirkungen von Meditation, die von der Stärkung des Immunsystems vermittels zellulärer Mechanismen über die Verbesserung der Resilienz bei chronischen Schmerzpatienten bis hin zur Entwicklung innovativer Therapiekonzepte bei der Behandlung in Feldern wie Sucht und Burn-out reichen. 

Der Philosoph Prof. Dr. Thomas Metzinger (Philosophisches Seminar der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz) und der Religionswissenschaftler Prof. Dr. Michael von Brück (Ludwig-Maximilians-Universität München, Interfakultärer Studiengang Religionswissenschaft) unterzogen die Bewusstseinstheorien der spirituellen Traditionen einer kritischen Betrachtung und zeigten neue Verstehensperspektiven auf, die es ermöglichen, Meditation als konstruktive Kulturtechnik in die alltägliche Lebenswelt zu integrieren. Prof. Dr. Tania Singer (Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig) griff diesen Faden mit ihren Forschungen zur Empathieentwicklung auf und illustrierte die Relevanz von Einfühlung und Mitgefühl in modernen Gesellschaften. Auch Prof. Dr. Dr. phil. Harald Walach (Institut für Transkulturelle Gesundheitswissenschaften, Europa Universität Viadrina, Frankfurt Oder) spannte einen Bogen zur Praxis und stellte zwei Projekte vor, welche die positiven Impulse von Meditation beim Stressmanagement in Universität und Arbeitswelt illustrierten. 

Dr. Peter Malinowski (School of Natural Sciences and Psychology, Liverpool John Moores University, Liverpool, UK) schließlich plädierte für ein neues Konzept des Wohlergehens, das psychische Balance nicht allein an der Abwesenheit von seelischen Störungen festmacht, sondern Achtsamkeitspraktiken als Weg zur Entfaltung des vollen menschlichen Potenzials positioniert. Den Weg zur Praxis wies der Benediktiner und Zen-Meister Willigis Jäger ganz konkret mit der von ihm entwickelten Perspektive der West-Östlichen Weisheit, die sich als Übungsweg versteht, der Mystik und Alltag konstruktiv verbindet. In der von Gert Scobel moderierten Panel-Diskussion, an der neben den Wissenschaftlern auch der Journalist Ulrich Schnabel (Die Zeit) teilnahm, der seit Jahren die Meditationsforschung aus einer Metaperspektive publizistisch begleitet, zeigte sich, wie sich die Impulse der verschiedenen Fachdisziplinen zu einem Gesamtbild verdichten und gesellschaftliche Geltungskraft beanspruchen.

Wie wichtig und vor allem relevant diese erste interdisziplinäre Gesamtschau in Deutschland ist, zeigte sich an der starken Resonanz, die der Kongress fand, denn mit 500 Teilnehmern war die Veranstaltung restlos ausverkauft. Die Vortragsfolien des Kongresses sind online verfügbar unter: http://meditation-wissenschaft.org/dokumentation-kongress-2010.html Dort werden ca. ab Mitte Dezember auch alle Vorträge kostenlos als Audio und Video zur Verfügung stehen. Der nächste Kongress „Meditation & Wissenschaft 2012“ wird am 16./17. November 2012 in Berlin stattfinden. (Nadja Rosmann)

 

Spiegel online berichtet über Meditation im Business
Unabhängig vom Kongress, aber nicht minder Interessant, ist ein Artikel auf Spiegel online, der unter dem Titel "Buddha für Schlipsträger" über den wachsenden Trend der Verbindung von Management und Meditation berichtet. Autor Andreas Wenderoth befragte dafür verschiedene Führungskräfte, die in dem Artikel ausführlich darstellen, wie ihnen Meditation dabei hilft, den täglichen Herausforderungen im Business besser gerecht zu werden und darüber hinaus ihre Persönlichkeit zu entwickeln.
Artikel auf Spiegel online 

Kongressberichte von info3 und Tattva Viveka
Die Magazine info3 und Tattva Viveka haben zusammenfassende Berichte zum Kongress "Meditation & Wissenschaft 2010" online veröffentlicht. Auf der Tattva-Viveka-Webseite steht darüber hinaus bereits ein Ausschnitt des Beitrages von Willigis Jäger als Video zur Verfügung, ebenso einige allgemeine Kongressimpressionen.
Beitrag info3
Beitrag Tattva Viveka 

"Zähneputzen für das Gehirn" - Kongress-Bericht in der Süddeutschen Zeitung
Die Süddeutsche Zeitung widmet am 30. November 2010 einen ausführlichen Artikel der Berichterstattung über den Kongress "Meditation & Wissenschaft 2010". "Wer noch Zweifel hatte, dass die Meditation in der Mitte der Gesellschaft angelangt ist, wurde am vergangenen Wochenende in Berlin eines Besseren belehrt: Wenn sich ein gutes Dutzend, zum Teil hochkarätige Forscher und mehrere hundert Zuhörer im edlen Atrium der Deutschen Bank zu einem Kongress "Meditation und Wissenschaft" versammeln, kann man kaum noch von einem unterdrückten Thema sprechen", so Autor Christian Weber.
Zum Artikel 

"Flourishing" - Eine neue Perspektive auf das Thema Glück
Die neuesten Erkenntnisse der Meditationsforschung tragen dazu bei, auf viele Alltagsthemen eine erweiterte Perspektive zu entwickeln. Der renommierte Psychologe und Meditationslehrer Peter Malinowski, Referent des Kongresses "Meditation & Wissenschaft 2010", wirft in seinem neuen Buch "Flourishing - Welches Glück hätten Sie denn gerne?" einen Blick auf unser Verständnis des Mega-Themas Glück. Flourishing, auf Deutsch "Aufblühen", stellt die Frage nach unserem grundsätzlichen menschlichen Potenzial und zeigt Wege auf, wie sich gezielt positive Qualitäten wie Freude, Dankbarkeit und Sinngebung im Alltag entwickeln lassen. Peter Malinowski schlägt dabei die Brücke zwischen traditionellem Wissen des Buddhismus sowie den neuesten Erkenntnissen der Psychologie und der Neurowissenschaft. Seine leicht verständlichen Ausführungen illustriert er mit zahlreichen praktischen Übungen. Vor allem aber macht der Autor deutlich, dass jeder die Möglichkeit hat, sein Leben zum Erblühen zu bringen. 
Weitere Informationen zum Buch 

"Der Ego-Tunnel" als Taschenbuchausgabe / "Grundkurs Philosophie des Geistes" als Gesamtausgabe
In dem am 6. November 2010 als Taschenbuch erschienenen "Der Ego-Tunnel: Eine neue Philosophie des Selbst", seinem erstem Buch für ein breites Publikum, liefert Prof. Dr. Thomas Metzinger, Referent des Kongresses Meditation & Wissenschaft 2010, eine Vielzahl von Beobachtungen aus den Neuro- und Kognitionswissenschaften, um seine These zu untermauern, dass das Bewusstsein ausschließlich über Hirnfunktionen zu erklären ist. Der Mainzer Philosoph beschäftigt sich insbesondere mit den ethischen Folgen des sog. Bewusstseinsproblems, die sich aus der Erkenntnis ergeben, dass die in der Literatur viel beschriebene Seele des Menschen rein wissenschaftlich - neuromedizinisch und psychologisch - erklärt werden kann. 
Weitere Informationen zum Buch

Darüber hinaus ist der von Metzinger herausgegebene, drei Bände umfassende "Grundkurs Philosophie des Geistes" nun auch als ermäßigte Gesamtausgabe erhältlich.
Weitere Informationen zur Gesamtausgabe 

3sat mit Sendung über Bewusstseinsforschung
Das 3sat-Magazin "Hitec" widmet am 8. November um 21.30 Uhr eine Sendung dem Thema Bewusstseinsforschung, in dem Dr. Ulrich Ott und Prof. Dr. Thomas Metzinger, beide Referenten des Kongresses Meditation & Wissenschaft 2010, zu Wort kommen. Die Sendung ist außerdem in der 3sat-Mediathek online anzuschauen. 
3sat-Mediathek

Themenscherpunkt Meditation in "Psychologie heute"
Das Magazin "Psychologie heute" bringt in seiner Dezember-Ausgabe, die ab 10. November 2010 im Handel erhältlich ist, einen Themenschwerpunkt zum Thema Meditation. Darin kommen zahlreiche Referenten des Kongresses Meditation & Wissenschaft 2010 zu Wort. Das Special skizziert den gegenwärtigen Forschungsstand der Wissenschaft zum Thema, zeigt, welche gesundheitlichen und psychosozialen Wirkungen von Meditation ausgehen und gibt Tipps, in welchen Kontexten Meditation besonders geeignet zur Anwendung kommt. 
Webseite Psychologie heute

Buchneuerscheinung: Meditation für Skeptiker
Dr. Ulrich Ott, Referent des Kongresses Meditation & Wissenschaft 2010, hat ein Buch veröffentlicht, das Zweiflern den Zugang zum Thema Meditation erleichtern soll. In "Meditation für Skeptiker" erklärt Ott fundiert die wissenschaftlichen Hintergründe von Meditationsmethoden, zeigt, wie diese wirken, und ebnet den LeserInnen einen Weg, wie sie selbst zu einer für sie passenden Meditationspraxis finden können.
Weitere Informationen zum Buch

 

Film über Naturwissenschaft und Spiritualität am November im Kino
Die Naturwissenschaft gilt heute als die große Wissensautorität, deren Erkenntnisse allgemein anerkannt werden. In ihrem Bereich regieren keine göttlichen Kräfte, sondern Naturgesetze und Moleküle, die - so die Nachfolger Darwins - im Prozess der Selbstorganisation alles Leben geschaffen haben. Andererseits fühlen sich immer mehr Menschen zu spirituellen Weltbildern hingezogen, die ihnen scheinbar umfassendere Sinnhorizonte bieten. Wie sind diese verschiedenen Welten zu vereinbaren? Der Filmemacher Rüdiger Sünner befragt in seinem Film "Das kreative Universum - Naturwissenschaft und Spiritualität im Dialog" interessante Querdenker der Naturwissenschaften, ob und wie ein Brückenbau zwischen ihrer Forschung und spirituellen Fragen nach "Gott" und "Geist" möglich ist, darunter Hans-Peter Duerr, Stuart Kauffman, Simon Conway Morris, Rupert Sheldrake, Arthur Zajonc, Thomas Görnitz, John Polkinghorne, Stephan Harding, George Coyne, u.a. Der Film wird am November 2010 in ausgewählten Kinos gezeigt.
Weitere Informationen
Film über Naturwissenschaft und Spiritualität ab November im Kino
Die Naturwissenschaft gilt heute als die große Wissensautorität, deren Erkenntnisse allgemein anerkannt werden. In ihrem Bereich regieren keine göttlichen Kräfte, sondern Naturgesetze und Moleküle, die - so die Nachfolger Darwins - im Prozess der Selbstorganisation alles Leben geschaffen haben. Andererseits fühlen sich immer mehr Menschen zu spirituellen Weltbildern hingezogen, die ihnen scheinbar umfassendere Sinnhorizonte bieten. Wie sind diese verschiedenen Welten zu vereinbaren? Der Filmemacher Rüdiger Sünner befragt in seinem Film "Das kreative Universum - Naturwissenschaft und Spiritualität im Dialog" interessante Querdenker der Naturwissenschaften, ob und wie ein Brückenbau zwischen ihrer Forschung und spirituellen Fragen nach "Gott" und "Geist" möglich ist, darunter Hans-Peter Duerr, Stuart Kauffman, Simon Conway Morris, Rupert Sheldrake, Arthur Zajonc, Thomas Görnitz, John Polkinghorne, Stephan Harding, George Coyne, u.a. Der Film wird ab November 2010 in ausgewählten Kinos gezeigt.
Info-Flyer zum Film
Weitere Informationen

 

 

„Meditation ist besser als Sex“ – so die Sängerin Katie Melua
Spiritualität ist bei Prominenten voll im Trend. So äußerte die Sängerin Katie Melua kürzlich sehr enthusiastisch: „Meditation ist 1.000 Mal besser als Sex!“ Der Schweizer Radiosender Radio 1 ging der Frage nach und sprach mit dem Meditationsexperten Dr. Ulrich Ott vom Bender Institute of Neuroimaging über die positiven Wirkungen von Meditation. Der Wissenschaftler gibt sich dabei zwar wesentlich zurückhaltender als die Sängerin, nennt aber viele pragmatische Gründe wie eine bessere Konzentrationsfähigkeit oder die Fähigkeit, Stress leichter zu bewältigen, die für eine Meditationspraxis sprechen.

Das Interview können Sie sich hier anhören: {audio}beitrag_meditations_forschung.mp3{/audio}

 

Meditieren verändert das Gehirn - Artikel in der Welt
Weniger Stress, Angst und altersbedingter Abbau der Denkfähigkeit - die Welt stellt in einem Artikel über das Thema Meditation zahlreiche Forschungsprojekte vor, die die positiven Auswirkungen von Meditation wissenschaftlich untersuchen. Erwähnt werden auch die Arbeiten des Bender Institute of Neuroimaging, dessen Direktor Prof. Dr. Dieter Vaitl und dessen Mitarbeiter Dr. Ulrich Ott auch zu den Referenten des Kongresses Meditation & Wissenschaft 2010 gehören.

Mit Meditation die Gefühle bändigen - Artikel im Tagesspiegel
Daniel Etter berichtet in einem Artikel für den Tagesspiegel über seine persönlichen Erfahrungen im Rahmen eines Vipassana-Retreats und geht dabei auch auf die Forschungsarbeiten von Dr. Ulrich Ott am Bender Institute of Neuroimaging in Gießen ein. Ott, der auch zu den Referenten beim Kongress Meditation & Wissenschaft 2010 gehört, dokumentiert, wie sich durch Meditationspraxis die Strukturen des Gehirns verändern und sich die Aufmerksamkeit besser fokussieren lässt.  

Meditationsforschung - Vom Nischenthema zum Boom
Arvid Leyh, Betreiber des Braincasts und freier Mitarbeiter des Magazins Gehirn & Geist, spricht in einem Video-Interview mit Dr. Ulrich Ott vom Bender Institute of Neuroimaging über die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Meditationsforschung. Ott, der zu den Referenten des Kongresses Meditation & Wissenschaft 2010 gehört und dort eine Untersuchung vorstellen wird, die zeigt, wie sich durch Meditation die Gehirnstrukturen verändern, erklärt im Gespräch, wie die Meditationsforschung innerhalb des letzten Jahrzehnts ihren Exotenstatus verloren hat und inzwischen auf breitere wissenschaftliche Anerkennung stößt. 

 

Braincast 199 – Meditation im Scanner from Anita Leyh on Vimeo.

Meditation für Skeptiker - Artikel im Berliner Stadtmagazin Zitty
Das Berliner Stadtmagazin Zitty hat kürzlich das Thema Meditation aufgegriffen und stellt wissenschaftliche Initiativen vor, die sich mit Achtsamkeitspraktiken jenseits esoterischer Klischees beschäftigen. Zu Wort kommt in dem Beitrag unter anderem Prof. Dr. Tobias Esch, der den Studiengang Integrative Gesundheitsförderung an der Hochschule Coburg leitet und zu den Referenten des Kongresses "Meditation & Wissenschaft 2010" gehört. Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion können wir Ihnen an dieser Stelle den vollständigen Beitrag als PDF zum Download anbieten. 

 

Praxisseminar Meditation und Heilung
Im Kontext des Kongresses "Meditation und Wissenschaft 2010" findet vom 11. bis 12. Dezember 2010 in Berlin das Seminar "Meditation und Heilung" statt. Es lädt dazu ein, das Thema Meditation von einer ganz praktischen Seite kennenzulernen und bezieht sich auf Konzepte und Methoden aus dem Yoga. Referenten sind Dr. Imogen Dalmann und Martin Soder. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Oberbergkliniken, des Integralen Forums Berlin und des Berliner Yoga Zentrums. Das Seminar findet in den Räumen der Oberbergliniken am Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte statt. Anmeldungen sind möglich über die Webseite des Integralen Forums Berlin.

Meditation und Heilung - Ankündigung der Veranstalter
11. bis 12. Dezember 2010
ReferentInnen: Dr. Imogen Dalmann & Martin Soder

Im Zusammenhang mit dem Interdisziplinären Kongress Meditation und Wissenschaft, der vom 26.-27. November in Berlin stattfindet, möchten wir Sie an diesem Wochenende einladen, das Thema Meditation von einer ganz praktischen Seite kennenzulernen.

Im Yoga finden sich zum Thema Meditation Praxisvorschläge und Konzepte , die sich auszeichnen

  • durch eine große Offenheit gegenüber den angestrebten Zielen und Wirkungen
  • durch eine große Vielfalt von bewährten Techniken
  • durch Erklärungsansätze, die ohne weltanschauliche Festlegungen auskommen.

Diese Herangehensweise möchten wir Ihnen vor allem praktisch erfahrbar machen. Dazwischen werden wir diesen Ansatz in seinen Bezügen zum Yoga Sûtra, der wichtigsten Referenz der Yogatradition, präsentieren und diskutieren. Darüber hinaus zeigen wir anhand von Beispielen, wie ein solcher Umgang mit Meditation im Kontext der therapeutischen Arbeit mit Patienten in der alltäglichen Praxis aussieht.

Samstag Vormittag, 11.Dezember Einführung, Vortrag und Yoga Praxis 10–13 h
Samstag Nachmittag, 11. Dezember Seminar 15–18 h
Sonntag, 12. Dezember Seminar 10–13 h

Teilnahmegebühren:
Nur Samstag Vormittag: 10 Euro
Wochenendseminar (inkl. Einführung & Vortrag) 150 Euro

Anmeldung: Bei Interesse, melden Sie sich bitte auf der Webseite des Integralen Forums Berlin an.
Das Seminar findet statt in den Räumen der Oberbergkliniken am Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte. Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Oberbergkliniken, Integralem Forum Berlin und dem Berliner Yoga Zentrum.

Dr. Imogen Dalmann und Martin Soder
Im Yoga sind sie Schülerin und Schüler von T.K.V. Desikachar. Als Arzt und Ärztin verwenden sie seit 1987 Yoga in der Arbeit mit Klienten und Patienten, die ihre Praxis mit den unterschiedlichsten Fragen und Beschwerden aufsuchen. Sie leiten das Berliner Yoga Zentrum (BYZ), dessen Schwerpunkt in der therapeutischen Anwendung des Yoga und in der Vermittlung von Yoga auf individueller Basis liegt. Daneben haben sie das "Institut für Viniyoga" gegründet, ein Institut für Qualifikation und Erfahrungsaustausch von Yogalehrenden, für Forschung im Yoga-Bereich und für Yoga in der therapeutischen Arbeit. Sie sind Herausgeber der seit 1993 viermonatlich erscheinenden Zeitschrift "VIVEKA, Hefte für Yoga": www.byz.de