Meditation & Wissenschaft 2012- Interdisziplinärer Kongress zur Meditations- und Bewusstseinsforschung am 16./17.11.2012 in Berlin
Seminar "Meditation für Skeptiker" mit Dr. Ulrich Ott Direkt im Anschluss an den Kongress "Meditation & Wissenschaft 2012" wird Kongressreferent Dr. Ulrich Ott im Integralen Forum Berlin ein Seminar für Meditationsskeptiker anbieten. Neben Yoga- und Meditationsübungen, die die Thematik praktisch verorten, besteht die Möglichkeit zu einem kritischen Diskurs über die Wirkungen und Praxis von Meditation. Weitere Informationen zum Seminar
Seminar "Die Neurobiologie des Glücks" mit Prof. Dr. Tobias Esch Ist jeder selbst seines Glückes Schmied? Wahres Glück kommt von innen, sagt der Volksmund. Junge Wissenschaftszweige wie die Positive Psychologie und die Mind-Body-Medizin, die sich mit dem Phänomen Glück beschäftigen, bestätigen das. Aber was passiert »innen« eigentlich genau? Welchen Einfluss haben wir darauf? Und wie können Ärzte, Psychologen und Therapeuten die neuesten Erkenntnisse für sich und ihre Patienten nutzen? Prof. Dr. Tobias Esch, Referent des Kongresses "Meditation & Wissenschaft 2012" und Autor des Buches »Die Neurobiologie des Glücks – Wie die Positive Psychologie die Medizin verändert" wird im Rahmen eines Vortrags mit anschließendem Seminar, das vom 2. bis 4. März 2012 beim Integralen Forum Berlin stattfindet, diesen Fragen nachgehen und mit den Teilnehmern nach Antworten forschen. Weitere Informationen zur Veranstaltung Download des Veranstaltungsflyers
Symposium "New Science and Leadership" des Lassalle-Instituts Das in der Schweiz beheimatete Lassalle-Institut, das auch zu den aktiven Unterstützern des Kongresses "Meditation & Wissenschaft 2012" gehört, veranstaltet vom 8. bis 10. November 2012 ein Symposium "New Science and Leadership", das der Frage nachgeht, in welcher Welt wir leben wollen. Die Veranstaltung schlägt eine Brücke zwischen den Naturwissenschaften und den Weisheitstraditionen, betrachtet Erkenntnisse aus Hirnforschung, Neurobiologie und Quantenphysik und erörtert den Nutzen, den Menschen, die in Beruf und Alltag Verantwortung tragen, aus diesen neuen Erkenntnissen für die Führungskunst und Führungskultur gewinnen können. Die Symposiumskultur zeichnet sich durch eine kreative Mischung von Referaten, Learnshops, einem Panel, der Zen-Meditation und künstlerischen Beiträgen aus. Teilnehmende haben Zeit zur Ruhe zu kommen, aufzutanken, und sich von neuen Erfahrungen und anregenden Begegnungen inspirieren zu lassen. Weitere Informationen
Veranstaltungsprogramm des Integralen Forum Berlin zum Kongress Meditation & Wissenschaft Das Integrale Forum Berlin bietet 2012 flankierend zum Kongress Meditation & Wissenschaft einen Veranstaltungszyklus an, in dessen Rahmen mit Vorträgen, Seminaren und Workshops verschiedene Aspekte von Meditation vertieft werden. Zu den Mitwirkenden gehören unter anderem Dr. Ulrich Ott und Prof. Dr. Tobias Esch, die auch als Referenten beim Kongress "Meditation & Wissenschaft 2012" vertreten sein werden. Das vollständige Programm im Überblick:
2. bis 4. März 2012 Ein Profi des Glücks – Die Neurobiologie des Glücks Prof. Tobias Esch & Matthias Ruff
23. bis 25. März 2012 Die Kultur der Potenzialentfaltung in der Bildung Teil 1 Silke Weiss, Matthias Ruff & Prof. Christoph Schneider
30. März bis 1. April 2012 Aufklärung 3.0 Dr. Tom Steininger & Matthias Ruff
16., 23., und 30. April 2012 Spiritualität – Warum wir die Aufklärung weiterführen müssen Prof. Harald Walach
27. bis 29. Juli 2012 Stressbewältigung durch Achtsamkeit nach John Kabat Zinn (MBSR) Tjorven Figge
8. Oktober 2012 Risiken und Schwierigkeiten von Meditation Matthias Ruff
12. bis 14. Oktober 2012 Die Kultur der Potenzialentfaltung in der Bildung Teil 2 Silke Weiss, Matthias Ruff & Prof. Christoph Schneider
17. bis 18. November 2012 Meditation für Skeptiker Dr. Ulrich Ott
23. bis 25. November 2012 Die Psychologie der Meditation Dr. Imogen Dalmann & Martin Soder
Mit dem neuen Titel "Das Buch vom Nichts - Mit Zen zu einem Leben in Fülle" bietet der Zen-Lehrer Paul J. Kohtes, dessen gemeinnützige Stiftung für Philosophie Identity Foundation Mitveranstalter des Kongresses Meditation & Wissenschaft ist, einen alltagstauglichen Zugangsweg zur Praxis des Zen. An anschaulichen Beispielen aus dem täglichen Leben vermittelt das Buch wesentliche Aspekte der Meditations- und Achtsamkeitspraxis und illustriert, wie Meditation einen Beitrag leisten kann, dass das Denken klarer wird, Konzentration und Geduld wachsen und Stress abnimmt. Eine CD mit acht geführten Meditationen erleichtert den Weg zu einer regelmäßigen Übungspraxis. Weitere Informationen: Amazon, Gräfe und Unzer Verlag
Neuerscheinung: "Die Neurobiologie des Glücks" Was macht uns glücklich? Und was passiert dabei im Gehirn? Prof. Dr. med. Tobias Esch, einer der international führenden Experten einer Mind-Body-Medizin und Referent des Kongresses Meditation & Wissenschaft 2012, vermittelt in seinem neuen Buch "Die Neurobiologie des Glücks" auf der Grundlage aktueller Erkenntnisse aus Neurobiologie, Hirnforschung und Positiver Psychologie fundiertes Grundlagenwissen für Ärzte, Psychologen und Therapeuten, aber auch für wissenschaftlich interessierte Laien. Dabei geht er der Frage nach, was Glück aus Sicht von Psychologie und Medizin eigentlich ist, wo Glücksempfinden neurobiologisch gesehen entsteht und wie es ausgelöst wird. IWeiter betrachtet er Fragen wie: Was schafft Glück? Welche Lebenshaltung und Denkweise, welches Tun und auch Nicht-Tun machen nachweislich glücklich? Und schließlich geht es um die angewandte Positive Psychologie, um die „Glückspraxis“. Was kann jeder konkret tun, um Glück zu empfinden? Weitere Informationen zum Buch
"Meditieren für die Firma: Zen und Management im Dialog"
Das Deutschlandradio greift in seiner Sendereihe "Studiozeit" das Thema Meditation im Arbeitsleben auf. Der Journalist Heinz-Jörg Graf spricht mit Zen-Lehrern und meditierenden Managern darüber, welche Wirkungen Meditation im Businesskontext entfalten kann. Die Suche nach Orientierung und der Wunsch, in einem turbulenten Alltag neue Ankerpunkte zu finden, hat in den letzten Jahren zu einem wachsenden Interesse an Achtsamkeitstechniken geführt. Lehrende und Praktizierende machen die Erfahrung, dass Meditation einen neuen Geist in Unternehmen etablieren kann und sich eine neue Kultur der Verantwortung entwickelt. Auf der persönlichen Ebene machen viele Meditierende die Erfahrung, dass sie im Kopf freier werden und so mit den Belastungen, die der Beruf mit sich bringt, besser zurecht kommen. Download der Sendung
Meditation auf dem Weg in den Mainstream In den Medien zeigt sich derzeit großes Interesse am Thema Meditation. So hat der Radiosender HR info eine Sendung seiner Reihe "Fit und Gesund" der Frage gewidmet, wie Meditation sich auf die Gesundheit auswirkt. Das ZDF-Magazin "Sonntags" wiederum beleuchtet die Zusammenhänge zwischen Meditation und Lebensqualität. In beiden Sendungen kommt u.a. Dr. Ulrich Ott vom Bender Institute of Neuroimaging der Universität Gießen zu Wort, der als Meditationsforscher Brücken baut zwischen den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und einer aufgeklärten Anwendung von Meditation im Alltag. Ott wird beim Kongress Meditation und Wissenschaft 2012 mit einem Beitrag zu Risiken und Nebenwirkungen von Meditation vertreten sein. Beide Sendungen sind online verfügbar. HR info zu Meditation und Gesundheit ZDF-Sendung Sonntags zu Meditation und Lebensqualität ZDF: Einführung in die Meditation mit Dr. Ulrich Ott ZDF: Wege zu innerer Ruhe mit Dr. Ulrich Ott
DVD der Berufsgenossenschaft "Rohstoffe und chemische Industrie" zum Thema Meditation und Burn-out Die Berufsgenossenschaft "Rohstoffe und chemische Industrie" hat eine DVD zum Thema Burn-out produziert, auf der verschiedene Experten und Betroffene zu Wort kommen und Lösungsmodelle für den Umgang mit beruflichen Belastungssituationen skizziert werden. In Interviews stellen Dr. Dieter Vaitl, Director des Bender Institute für Neuroimaging (BION) an der Universität Gießen und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Kongresses Meditation & Wissenschaft, und sein Kollege Dr. Ulrich Ott, Arbeitsgruppe "Veränderte Bewusstseinszustände - Meditationsforschung" des BION, die Arbeit des Instituts vor und geben Einblicke in das Thema Meditation. Ott wird beim Kongress Meditation & Wissenschaft 2012 mit einem Beitrag zu möglichen Risiken von Meditation vertreten sein.
"Sternstunde Philosophie" mit Prof. Dr. Thomas Metzinger Das Schweizer Fernsehen hat in seiner "Sternstunde Philosophie" einen Beitrag mit Prof. Dr. Thomas Metzinger, Referent des Kongresses Meditation & Wissenschaft 2010, zum Thema Ego-Tunnel gebracht. "Die Hirnforschung zertrümmert den Mythos des Selbst, sagt der Philosoph Thomas Metzinger und demontiert damit unser Verständnis des menschlichen Bewusstseins. Die neuen Theorien verlangen ein radikales Umdenken und werfen neue Fragen auf: Wird der Mensch entzaubert? Verändern die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung unser Bild vom Menschen? Könnten sich Begriffe wie Geist, Seele, Individualität und Willensfreiheit, die für unser Selbstverständnis prägend sind, auflösen? Und wenn ja, was wären die Konsequenzen?", heißt es in der Programminformation des Senders. Eine Wiederholung der Sendung läuft amSonntag, 13. Februar 2011 um 9.15 Uhr auf 3sat. Ein >>Mitschnitt der Sendung ist auch über Youtube<< verfügbar.
Studie zur Veränderung der Hirnstrukturen durch Meditation Dr. Britta Hölzel vom Bender Institute of Neuroimaging, Giessen, und Referentin des Kongresses "Meditation & Wissenschaft 2010" stellt mit ihrer Fachkollegin Dr. Sara Lazar vom "Psychiatric Neuroimaging Research Program" am "Massachusetts General Hospital" in der neuen Ausgabe von "Psychiatry Research: Neuroimaging" eine Studie vor, die zeigt, welche Veränderungen im Gehirn sich bereits nach acht Wochen Meditationspraxis zeigen. MR-Scans zeigten, dass sich die graue Hirnsubstanz in Arealen, die für das Lernen und Wahrnehmung zuständig sind, verdichtete. Die von den Meditationsteilnehmern beschriebene Reduktion von Stress, spiegelte sich mit einer zurückgegangenen Dichte der grauen Hirnsubstanz in der Amygdala wider, die eine wichtige Funktion in der Entstehung von Ängsten und Stress spielt. Weitere Informationen zur Studie
ORF-Sendung zum Kongress - hier zum Download Die Journalistin Dr. Maria Mayer hat beim Kongress "Meditation & Wissenschaft 2010" die Chance genutzt, eine Radiodokumentation zum gegenwärtigen Forschungsstand der Wissenschaft zu machen. Die Sendung lief am 29. Dezember 2010 im "Salzburger Nachtstudio" (Radio Ö 1, jeden Mittwoch, von 21.01 - 22.00 Uhr). Aus der Ankündigung des Senders: "Durch Meditieren wächst die Aufmerksamkeit im Alltag, das Einfühlungsvermögen wird gesteigert und damit die Sozialkompetenz, die Schmerztoleranz nimmt zu, das Stresserleben wird reduziert. Diese positiven Wirkungen von Meditation werden in Therapien der integralen Heilkunst schon genützt. Nun findet in Berlin der erste interdisziplinäre Kongress zur Meditations- und Bewusstseinsforschung statt. Dabei werden Studien über die psychobiologischen Grundlagen, die klinischen Anwendungsfelder und die spirituellen Aspekte von Meditationsverfahren vorgestellt. Außerdem diskutieren Expert/innen aus Neurowissenschaft, Philosophie, Religionswissenschaft und den Gesundheitswissenschaften über den Stellenwert einer aufgeklärten Anwendung von Mediation für den Alltag des Einzelnen." Hier können Sie den Beitrag herunterladen (ca. 70MB) bzw. online anhören. Bitte beachten Sie: Das Material darf nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden.
Wie Meditation Schmerzpatienten helfen kann In einem Interview mit dem Deutschlandradio erklärt Prof. Dr. Stefan Schmidt, Referent des Kongresses "Meditation & Wissenschaft 2010", wie Meditation Patienten mit chronischen Schmerzen dabei helfen kann, mit ihrem Leiden besser zurecht zu kommen. Schmidt gibt spannende Einblicke, welchen Stellenwert Meditation in der Komplementärmedizin bereits einnimmt. Zum Interview
Das Geheimnis der Heilung - ARD-Dokumentation am 15. Dezember 2010 Am 15. Dezember 2010 läuft in der ARD um 23.30 Uhr eine Dokumentation des Filmemachers Joachim Faulstich zum Thema "Das Geheimnis der Heilung". "Seit die Neurowissenschaften die Macht des Geistes mehr und mehr belegen, kehrt uraltes Wissen in die Heilkunst zurück: Unikliniken arbeiten mit Heilern zusammen, Mediziner lernen selbst das Handauflegen, Onkologen unterstützen ihre Patienten mit Bewusstseinsreisen zu verborgenen inneren Bildern, Psychologen verbinden Trance und Feldenkrais-Arbeit, Ärzte helfen ihren Patienten, mit traditioneller chinesischer Medizin und Hypnose tief verborgene Ursachen chronischer Erkrankungen aufzuspüren. Der ARD-Film und das Begleitbuch nehmen Sie mit auf eine spannende Forschungsreise. In bewegenden Patientengeschichten, persönlichen Erfahrungen und Begegnungen mit Wissenschaftlern, Ärzten, Therapeuten und Heilern zeigt sich ein ermutigender Wandel, der noch vor wenigen Jahren undenkbar schien", heißt es in der Ankündigung des Films. Zu den Mitwirkenden gehört Prof. Dr. med. Tobias Esch, der auch als Referent beim Kongress "Meditation & Wissenschaft 2010" vertreten war. Webseite zum Film
Ein Meilenstein der Bewusstseinsforschung
500 Teilnehmer beim ersten interdisziplinären Kongress
„Meditation & Wissenschaft 2010“ in Berlin
Seit mehreren Jahrzehnten tastet sich die akademische Bewusstseinsforschung an das Thema Meditation heran und eruiert, welche grundlegenden Prinzipien und Wirkungsweisen für die in den verschiedenen spirituellen und kulturellen Traditionen vermittelten Achtsamkeitspraktiken zentral sind. Der von der Identity Foundation, Düsseldorf, und der Oberberg Stiftung Matthias Gottschaldt, Berlin, in Zusammenarbeit mit der West-Östliche Weisheit – Willigis Jäger Stiftung, Holzkirchen bei Würzburg, organisierte interdisziplinäre Kongress „Meditation & Wissenschaft 2010“, der Ende November in Berlin stattfand, bündelte erstmals den Erkenntnisstand der aktuellen Forschung und zeigte auf, wie Neurowissenschaften, Psychologie, Medizin, Philosophie und Religionswissenschaft aus ihren unterschiedlichen Blickwinkeln eine Gesamtperspektive entwickeln, die sowohl der mystischen Dimension spiritueller Praxis gerecht wird als auch Wege aufzeigt, die positiven Wirkungen von Meditation im Rahmen eines rational-modernen Welt- und Menschenbildes zu integrieren.
So beschrieb Prof. Dr. Dieter Vaitl (Direktor des Bender Institute of Neuroimaging der Universität Gießen), wie die Wissenschaft in den letzten Jahrzehnten mit zahlreichen Grundlagenstudien eine Brücke baute zur Objektivierung spiritueller Phänomene. Dr. Ulrich Ott (Bender Institute of Neuroimaging, Universität Gießen) und Dr. Britta Hölzel (Massachusetts General Hospital and Harvard Medical School, Boston) zeigten auf, welche nachweisbaren Spuren Meditation im Gehirn hinterlässt. Prof. Dr. med. Tobias Esch (Studiengang der Integrativen Gesundheitsförderung, Hochschule Coburg, Neuroscience Research Institute, State University of New York), Prof. Dr. med. Götz Mundle (Ärztlicher Geschäftsführer Oberbergkliniken und Chefarzt der Oberbergklinik Berlin/Brandenburg) und Prof. Dr. Stefan Schmidt (Leiter der Akademischen Sektion Komplementärmedizinische Evaluationsforschung, Universitätsklinikum Freiburg) beleuchteten medizinische Wirkungen von Meditation, die von der Stärkung des Immunsystems vermittels zellulärer Mechanismen über die Verbesserung der Resilienz bei chronischen Schmerzpatienten bis hin zur Entwicklung innovativer Therapiekonzepte bei der Behandlung in Feldern wie Sucht und Burn-out reichen.
Der Philosoph Prof. Dr. Thomas Metzinger (Philosophisches Seminar der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz) und der Religionswissenschaftler Prof. Dr. Michael von Brück (Ludwig-Maximilians-Universität München, Interfakultärer Studiengang Religionswissenschaft) unterzogen die Bewusstseinstheorien der spirituellen Traditionen einer kritischen Betrachtung und zeigten neue Verstehensperspektiven auf, die es ermöglichen, Meditation als konstruktive Kulturtechnik in die alltägliche Lebenswelt zu integrieren. Prof. Dr. Tania Singer (Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig) griff diesen Faden mit ihren Forschungen zur Empathieentwicklung auf und illustrierte die Relevanz von Einfühlung und Mitgefühl in modernen Gesellschaften. Auch Prof. Dr. Dr. phil. Harald Walach (Institut für Transkulturelle Gesundheitswissenschaften, Europa Universität Viadrina, Frankfurt Oder) spannte einen Bogen zur Praxis und stellte zwei Projekte vor, welche die positiven Impulse von Meditation beim Stressmanagement in Universität und Arbeitswelt illustrierten.
Dr. Peter Malinowski (School of Natural Sciences and Psychology, Liverpool John Moores University, Liverpool, UK) schließlich plädierte für ein neues Konzept des Wohlergehens, das psychische Balance nicht allein an der Abwesenheit von seelischen Störungen festmacht, sondern Achtsamkeitspraktiken als Weg zur Entfaltung des vollen menschlichen Potenzials positioniert. Den Weg zur Praxis wies der Benediktiner und Zen-Meister Willigis Jäger ganz konkret mit der von ihm entwickelten Perspektive der West-Östlichen Weisheit, die sich als Übungsweg versteht, der Mystik und Alltag konstruktiv verbindet. In der von Gert Scobel moderierten Panel-Diskussion, an der neben den Wissenschaftlern auch der Journalist Ulrich Schnabel (Die Zeit) teilnahm, der seit Jahren die Meditationsforschung aus einer Metaperspektive publizistisch begleitet, zeigte sich, wie sich die Impulse der verschiedenen Fachdisziplinen zu einem Gesamtbild verdichten und gesellschaftliche Geltungskraft beanspruchen.
Wie wichtig und vor allem relevant diese erste interdisziplinäre Gesamtschau in Deutschland ist, zeigte sich an der starken Resonanz, die der Kongress fand, denn mit 500 Teilnehmern war die Veranstaltung restlos ausverkauft. Die Vortragsfolien des Kongresses sind online verfügbar unter: http://meditation-wissenschaft.org/dokumentation-kongress-2010.html Dort werden ca. ab Mitte Dezember auch alle Vorträge kostenlos als Audio und Video zur Verfügung stehen. Der nächste Kongress „Meditation & Wissenschaft 2012“ wird am 16./17. November 2012 in Berlin stattfinden. (Nadja Rosmann)
Spiegel online berichtet über Meditation im Business Unabhängig vom Kongress, aber nicht minder Interessant, ist ein Artikel auf Spiegel online, der unter dem Titel "Buddha für Schlipsträger" über den wachsenden Trend der Verbindung von Management und Meditation berichtet. Autor Andreas Wenderoth befragte dafür verschiedene Führungskräfte, die in dem Artikel ausführlich darstellen, wie ihnen Meditation dabei hilft, den täglichen Herausforderungen im Business besser gerecht zu werden und darüber hinaus ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Artikel auf Spiegel online
Kongressberichte von info3 und Tattva Viveka Die Magazine info3 und Tattva Viveka haben zusammenfassende Berichte zum Kongress "Meditation & Wissenschaft 2010" online veröffentlicht. Auf der Tattva-Viveka-Webseite steht darüber hinaus bereits ein Ausschnitt des Beitrages von Willigis Jäger als Video zur Verfügung, ebenso einige allgemeine Kongressimpressionen. Beitrag info3 Beitrag Tattva Viveka
"Zähneputzen für das Gehirn" - Kongress-Bericht in der Süddeutschen Zeitung Die Süddeutsche Zeitung widmet am 30. November 2010 einen ausführlichen Artikel der Berichterstattung über den Kongress "Meditation & Wissenschaft 2010". "Wer noch Zweifel hatte, dass die Meditation in der Mitte der Gesellschaft angelangt ist, wurde am vergangenen Wochenende in Berlin eines Besseren belehrt: Wenn sich ein gutes Dutzend, zum Teil hochkarätige Forscher und mehrere hundert Zuhörer im edlen Atrium der Deutschen Bank zu einem Kongress "Meditation und Wissenschaft" versammeln, kann man kaum noch von einem unterdrückten Thema sprechen", so Autor Christian Weber. Zum Artikel
"Flourishing" - Eine neue Perspektive auf das Thema Glück Die neuesten Erkenntnisse der Meditationsforschung tragen dazu bei, auf viele Alltagsthemen eine erweiterte Perspektive zu entwickeln. Der renommierte Psychologe und Meditationslehrer Peter Malinowski, Referent des Kongresses "Meditation & Wissenschaft 2010", wirft in seinem neuen Buch "Flourishing - Welches Glück hätten Sie denn gerne?" einen Blick auf unser Verständnis des Mega-Themas Glück. Flourishing, auf Deutsch "Aufblühen", stellt die Frage nach unserem grundsätzlichen menschlichen Potenzial und zeigt Wege auf, wie sich gezielt positive Qualitäten wie Freude, Dankbarkeit und Sinngebung im Alltag entwickeln lassen. Peter Malinowski schlägt dabei die Brücke zwischen traditionellem Wissen des Buddhismus sowie den neuesten Erkenntnissen der Psychologie und der Neurowissenschaft. Seine leicht verständlichen Ausführungen illustriert er mit zahlreichen praktischen Übungen. Vor allem aber macht der Autor deutlich, dass jeder die Möglichkeit hat, sein Leben zum Erblühen zu bringen. Weitere Informationen zum Buch
"Der Ego-Tunnel" als Taschenbuchausgabe / "Grundkurs Philosophie des Geistes" als Gesamtausgabe In dem am 6. November 2010 als Taschenbuch erschienenen "Der Ego-Tunnel: Eine neue Philosophie des Selbst", seinem erstem Buch für ein breites Publikum, liefert Prof. Dr. Thomas Metzinger, Referent des Kongresses Meditation & Wissenschaft 2010, eine Vielzahl von Beobachtungen aus den Neuro- und Kognitionswissenschaften, um seine These zu untermauern, dass das Bewusstsein ausschließlich über Hirnfunktionen zu erklären ist. Der Mainzer Philosoph beschäftigt sich insbesondere mit den ethischen Folgen des sog. Bewusstseinsproblems, die sich aus der Erkenntnis ergeben, dass die in der Literatur viel beschriebene Seele des Menschen rein wissenschaftlich - neuromedizinisch und psychologisch - erklärt werden kann. Weitere Informationen zum Buch
Darüber hinaus ist der von Metzinger herausgegebene, drei Bände umfassende "Grundkurs Philosophie des Geistes" nun auch als ermäßigte Gesamtausgabe erhältlich. Weitere Informationen zur Gesamtausgabe
3sat mit Sendung über Bewusstseinsforschung Das 3sat-Magazin "Hitec" widmet am 8. November um 21.30 Uhr eine Sendung dem Thema Bewusstseinsforschung, in dem Dr. Ulrich Ott und Prof. Dr. Thomas Metzinger, beide Referenten des Kongresses Meditation & Wissenschaft 2010, zu Wort kommen. Die Sendung ist außerdem in der 3sat-Mediathek online anzuschauen. 3sat-Mediathek
Themenscherpunkt Meditation in "Psychologie heute" Das Magazin "Psychologie heute" bringt in seiner Dezember-Ausgabe, die ab 10. November 2010 im Handel erhältlich ist, einen Themenschwerpunkt zum Thema Meditation. Darin kommen zahlreiche Referenten des Kongresses Meditation & Wissenschaft 2010 zu Wort. Das Special skizziert den gegenwärtigen Forschungsstand der Wissenschaft zum Thema, zeigt, welche gesundheitlichen und psychosozialen Wirkungen von Meditation ausgehen und gibt Tipps, in welchen Kontexten Meditation besonders geeignet zur Anwendung kommt. Webseite Psychologie heute
Buchneuerscheinung: Meditation für Skeptiker Dr. Ulrich Ott, Referent des Kongresses Meditation & Wissenschaft 2010, hat ein Buch veröffentlicht, das Zweiflern den Zugang zum Thema Meditation erleichtern soll. In "Meditation für Skeptiker" erklärt Ott fundiert die wissenschaftlichen Hintergründe von Meditationsmethoden, zeigt, wie diese wirken, und ebnet den LeserInnen einen Weg, wie sie selbst zu einer für sie passenden Meditationspraxis finden können. Weitere Informationen zum Buch
Film über Naturwissenschaft und Spiritualität am November im Kino
Die Naturwissenschaft gilt heute als die große Wissensautorität, deren Erkenntnisse allgemein anerkannt werden. In ihrem Bereich regieren keine göttlichen Kräfte, sondern Naturgesetze und Moleküle, die - so die Nachfolger Darwins - im Prozess der Selbstorganisation alles Leben geschaffen haben. Andererseits fühlen sich immer mehr Menschen zu spirituellen Weltbildern hingezogen, die ihnen scheinbar umfassendere Sinnhorizonte bieten. Wie sind diese verschiedenen Welten zu vereinbaren? Der Filmemacher Rüdiger Sünner befragt in seinem Film "Das kreative Universum - Naturwissenschaft und Spiritualität im Dialog" interessante Querdenker der Naturwissenschaften, ob und wie ein Brückenbau zwischen ihrer Forschung und spirituellen Fragen nach "Gott" und "Geist" möglich ist, darunter Hans-Peter Duerr, Stuart Kauffman, Simon Conway Morris, Rupert Sheldrake, Arthur Zajonc, Thomas Görnitz, John Polkinghorne, Stephan Harding, George Coyne, u.a. Der Film wird am November 2010 in ausgewählten Kinos gezeigt.
Weitere Informationen
Film über Naturwissenschaft und Spiritualität ab November im Kino Die Naturwissenschaft gilt heute als die große Wissensautorität, deren Erkenntnisse allgemein anerkannt werden. In ihrem Bereich regieren keine göttlichen Kräfte, sondern Naturgesetze und Moleküle, die - so die Nachfolger Darwins - im Prozess der Selbstorganisation alles Leben geschaffen haben. Andererseits fühlen sich immer mehr Menschen zu spirituellen Weltbildern hingezogen, die ihnen scheinbar umfassendere Sinnhorizonte bieten. Wie sind diese verschiedenen Welten zu vereinbaren? Der Filmemacher Rüdiger Sünner befragt in seinem Film "Das kreative Universum - Naturwissenschaft und Spiritualität im Dialog" interessante Querdenker der Naturwissenschaften, ob und wie ein Brückenbau zwischen ihrer Forschung und spirituellen Fragen nach "Gott" und "Geist" möglich ist, darunter Hans-Peter Duerr, Stuart Kauffman, Simon Conway Morris, Rupert Sheldrake, Arthur Zajonc, Thomas Görnitz, John Polkinghorne, Stephan Harding, George Coyne, u.a. Der Film wird ab November 2010 in ausgewählten Kinos gezeigt. Info-Flyer zum Film Weitere Informationen
„Meditation ist besser als Sex“ – so die Sängerin Katie Melua Spiritualität ist bei Prominenten voll im Trend. So äußerte die Sängerin Katie Melua kürzlich sehr enthusiastisch: „Meditation ist 1.000 Mal besser als Sex!“ Der Schweizer Radiosender Radio 1 ging der Frage nach und sprach mit dem Meditationsexperten Dr. Ulrich Ott vom Bender Institute of Neuroimaging über die positiven Wirkungen von Meditation. Der Wissenschaftler gibt sich dabei zwar wesentlich zurückhaltender als die Sängerin, nennt aber viele pragmatische Gründe wie eine bessere Konzentrationsfähigkeit oder die Fähigkeit, Stress leichter zu bewältigen, die für eine Meditationspraxis sprechen.
Das Interview können Sie sich hier anhören:
Meditieren verändert das Gehirn - Artikel in der Welt Weniger Stress, Angst und altersbedingter Abbau der Denkfähigkeit - die Welt stellt in einem Artikel über das Thema Meditation zahlreiche Forschungsprojekte vor, die die positiven Auswirkungen von Meditation wissenschaftlich untersuchen. Erwähnt werden auch die Arbeiten des Bender Institute of Neuroimaging, dessen Direktor Prof. Dr. Dieter Vaitl und dessen Mitarbeiter Dr. Ulrich Ott auch zu den Referenten des Kongresses Meditation & Wissenschaft 2010 gehören.
Mit Meditation die Gefühle bändigen - Artikel im Tagesspiegel Daniel Etter berichtet in einem Artikel für den Tagesspiegel über seine persönlichen Erfahrungen im Rahmen eines Vipassana-Retreats und geht dabei auch auf die Forschungsarbeiten von Dr. Ulrich Ott am Bender Institute of Neuroimaging in Gießen ein. Ott, der auch zu den Referenten beim Kongress Meditation & Wissenschaft 2010 gehört, dokumentiert, wie sich durch Meditationspraxis die Strukturen des Gehirns verändern und sich die Aufmerksamkeit besser fokussieren lässt.
Meditationsforschung - Vom Nischenthema zum Boom Arvid Leyh, Betreiber des Braincasts und freier Mitarbeiter des Magazins Gehirn & Geist, spricht in einem Video-Interview mit Dr. Ulrich Ott vom Bender Institute of Neuroimaging über die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Meditationsforschung. Ott, der zu den Referenten des Kongresses Meditation & Wissenschaft 2010 gehört und dort eine Untersuchung vorstellen wird, die zeigt, wie sich durch Meditation die Gehirnstrukturen verändern, erklärt im Gespräch, wie die Meditationsforschung innerhalb des letzten Jahrzehnts ihren Exotenstatus verloren hat und inzwischen auf breitere wissenschaftliche Anerkennung stößt.
Meditation für Skeptiker - Artikel im Berliner Stadtmagazin Zitty Das Berliner Stadtmagazin Zitty hat kürzlich das Thema Meditation aufgegriffen und stellt wissenschaftliche Initiativen vor, die sich mit Achtsamkeitspraktiken jenseits esoterischer Klischees beschäftigen. Zu Wort kommt in dem Beitrag unter anderem Prof. Dr. Tobias Esch, der den Studiengang Integrative Gesundheitsförderung an der Hochschule Coburg leitet und zu den Referenten des Kongresses "Meditation & Wissenschaft 2010" gehört. Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion können wir Ihnen an dieser Stelle den vollständigen Beitrag als PDF zum Download anbieten.
Praxisseminar Meditation und Heilung Im Kontext des Kongresses "Meditation und Wissenschaft 2010" findet vom 11. bis 12. Dezember 2010 in Berlin das Seminar "Meditation und Heilung" statt. Es lädt dazu ein, das Thema Meditation von einer ganz praktischen Seite kennenzulernen und bezieht sich auf Konzepte und Methoden aus dem Yoga. Referenten sind Dr. Imogen Dalmann und Martin Soder. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Oberbergkliniken, des Integralen Forums Berlin und des Berliner Yoga Zentrums. Das Seminar findet in den Räumen der Oberbergliniken am Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte statt. Anmeldungen sind möglich über die Webseite des Integralen Forums Berlin.