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Stressreduktion am Schreibtisch

Inspiriert durch den Kongress Meditation & Wissenschaft 2018 widmet das Magazin working@office einen Beitrag dem Stressmanagement im Job. Der Artikel stellt die Grundzüge gängiger Kurse zur Mindfulness Based Stress Reduction vor und zeigt, wie man im Beruf mit wenigen Kniffen den Stress erst gar nicht überhand nehmen lässt. "Achtsamkeit ist mehr als ein verordnetes Konzept, das uns zu noch mehr Selbstoptimierung und produktiverem Arbeiten anhält. Es ist eine innere Haltung, die uns dabei helfen kann, mit Stress anders umzugehen und so den fordernden Büroalltag erleichtert", so Autorin Kati Sprung.

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Achtsamkeit in den Alltag bringen

Achtsamkeitsmethoden werden immer beliebter, um den alltäglichen Stress besser in den Griff zu bekommen und mehr innere Balance zu finden. Für die meisten Menschen, die mit dem Meditieren beginnen, stellt sich dabei früher oder später die Frage, wie die inneren Erfahrungen, die sie dabei machen, auch in ihrem unmittelbaren Alltag zum Tragen kommen können. Der Zen-Lehrer Paul J. Kohtes, dessen Wissenschaftsstiftung Identity Foundation Ko-Veranstalter des Kongresses Meditation & Wissenschaft ist, geht im Gespräch mit Andreas Gregori typischen Fragen im Hinblick auf Achtsamkeit als Weg zu einem bewussteren Leben nach. In dem Hörbuch „Das Ende des Blindfluges: Was man über Achtsamkeit und Mindfulness wirklich wissen sollte - 8samkeit in Beruf und Beziehung“ erkunden beide anhand von realen Lebensbeispielen, wie meditative Erfahrungen zu einem achtsamen Leben beitragen können. „Im Zen heißt es: Der Finger, der auf den Mond zeigt, ist nicht der Mond selbst. So ist auch dieses Hörbuch lediglich ein Fingerzeig auf neue Sichtweisen, mit denen wir das Leben leichter bewältigen können, indem wir es verstehen“, so Kohtes.

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Buch-Tipp: Der Selbstheilungscode - Die Neurobiologie von Gesundheit und Zufriedenheit

Tobias Esch, einer der führenden Köpfe der Mind-Body-Wissenschaft und Vorsitzender des wissenschaftlichen Kuratoriums des Kongresses Meditation & Wissenschaft, erforscht seit Jahren, wie Selbstheilung funktioniert und welche Faktoren neben der etablierten Medizin für Gesundheit und Zufriedenheit entscheidend sind. In seinem neuen Buch „Der Selbstheilungscode“ betrachtet er auf Basis neurowissenschaftlicher und psychologischer Studien, wie selbst chronische Krankheiten wie Diabetes, Asthma oder Bluthochdruck durch positive Emotionen und Entspannung gelindert werden können. Er stellt die vier Säulen dieses Selbstheilungscodes, darunter Stressbewältigung und Meditation, vor und zeigt, wie man die eigenen Selbstheilungskräfte aktivieren und zu einem Leben finden kann, das von Wohlbefinden, innerer Stärke und Sinnerfahrung geprägt ist. Das Buch thematisiert darüber hinaus kritische Fragen wie die Popularisierung von Achtsamkeit als Lifestyle-Produkt und die Begehrlichkeiten der Selbstoptimierung.

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Meditation kommt in den Universitäten an

An der Hochschule München und der Ludwig-Maximilians-Universität ist das Thema Achtsamkeit bereits seit Jahren populär. Meditations-Lehrveranstaltungen in neun Studiengängen, bekannt als das „Münchner Modell“, wurden hier 2010 von Professor Andreas de Bruin eingeführt. Die University of Applied Sciences in Frankfurt will nun im Sommersemester 2017 auch in das Thema Achtsamkeit einsteigen. Reiner Frey, vormals Kanzler der Hochschule, will ein Programm für Studierende einführen, das diesen zu mehr innerer Klarheit verhelfen soll. Neben Übungen zu Meditation und Achtsamkeit sollen den Studierenden verwandte Themen aus Soziologie, Ethik und den Naturwissenschaften vermittelt werden. Auch eigene Forschung, beispielsweise zu Persönlichkeitsentwicklung und dem Verständnis von Wissenschaft, sind geplant. Frey möchte das geplante Programm nicht allein als Möglichkeit zu besserer Stressbewältigung verstanden wissen. Neben einer Förderung der Selbsterkenntnis und Selbstbestimmung geht es ihm laut FAZ um eine "Rekonstruktion der Bildung", so dass er das Projekt auch als "Fortsetzung der Aufklärung" betrachtet. 

Meditieren gegen Stress im Studium, FAZ 16.11.16

Achtsamkeits-Trend 2016:

Jeder vierte Deutsche meditiert

Zwei Drittel der Bevölkerung suchen den Sinn des Lebens



Berlin, November 2016. Stress, Überforderung, Burn-out – die Rastlosigkeit der Arbeits- und Alltagskultur fordert immer mehr Menschen heraus. Und immer mehr von ihnen finden konstruktive Lösungen. Jeder vierte Deutsche interessiert sich heute für Achtsamkeit und Meditation und praktiziert entsprechende Übungen häufig oder gelegentlich, so das Ergebnis einer Repräsentativumfrage der GfK im Auftrag des Kongresses Meditation & Wissenschaft.  


Besonders groß ist das Interesse unter Menschen, die beruflich starken geistigen Beanspruchungen ausgesetzt sind. Unter ihnen machen nach eigener Aussage knapp neun Prozent häufig und weitere 37 Prozent gelegentlich Erfahrungen mit Meditation und Achtsamkeit. Jeder dritte Befragte ist sich sicher, dass mehr Meditation und Achtsamkeit für die Gesellschaft eine gute Sache wären.


Die Bedeutung von Achtsamkeit innerhalb der Bevölkerung ist damit in den letzten zehn Jahren erheblich gestiegen. 2006 bekundeten lediglich knapp sechs Prozent der Deutschen ein Interesse für Meditation und etwa zwei Prozent praktizierten sie mehr oder weniger regelmäßig. 


Dieser Einstellungswandel zeigt sich auch im Hinblick darauf, was den Deutschen wirklich bedeutsam ist. Mehr als zwei Drittel betrachten heute Fragen nach dem Sinn des Lebens als wichtig oder sogar unverzichtbar.


Für die Umfrage „Meditation und Achtsamkeit“ wurde von der GfK im Auftrag des Kongress Meditation & Wissenschaft im September 2016 eine repräsentative Stichprobe von 1.000 Männern und Frauen ab 14 Jahren in Deutschland befragt. Download Daten


Die Vergleichszahlen aus dem Jahr 2006 stammen aus der Studie „Spiritualität & Religiosität der Deutschen“, für die von der GfK im Auftrag der Identity Foundation – Gemeinnützige Stiftung für Philosophie im März 2006 eine repräsentative Stichprobe von 1.000 Männern und Frauen ab 14 Jahren in Deutschland befragt worden war.

Glück im Gehirn - eine Erkundung mit Anke Engelke und Prof. Dr. med. Tobias Esch
Was passiert im Gehirn, wenn wir glücklich sind? Und wie können wir glücklich werden? Moderatorin Anke Engelke ist diesen Fragen nachgegangen und hat im Gespräch mit Prof. Dr. med. Tobias Esch, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Kuratoriums für den Kongress Meditation & Wissenschaft 2016, interessante Antworten gefunden. Im Video, das via YouTube verfügbar ist, zeigt der Neurowissenschaftler, welche Gehirnregionen bei Gücksgefühlen aktiviert werden. Und gibt Tipps für ein ausgeglicheneres Leben.

Neuerscheinung: MBSR - Die Kunst, das ganze Leben zu umarmen

Die Methode "Mindfulness-Based Stress Reduction" (MBSR) zählt zu den am besten erforschten Meditationsansätzen. Gerade ist das Buch "MBSR - Die Kunst, das ganze Leben zu umarmen" von Cornelia Löhmer und Rüdiger Standhardt erschienen. Das Buch liefert eine kompakte und umfassende Einführung in das MBSR-Programm mit seinen Übungswegen Body-Scan, Yoga, Geh- und Sitzmeditation. Ein Vertiefungskurs widmet sich besonderen Lebensthemen wie Eltern, Arbeit, Ernährung, Geld, Ökologie, Sexualität, Sinn und Tod. Zwei Übungs-CDs erleichtern den direkten Einstieg in alle Übungen. Das Buch beinhaltet ein Vorwort von Prof. Dr. Michael von Brück, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Kongresses Meditation & Wissenschaft 2014. Der Neurowissenschaftler Dr. Ulrich Ott, der ebenfalls dem Beirat angehört, ist mit einem Beitrag über Wirkungen von MBSR im Buch vertreten.

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Online-Plattform zur neurowissenschaftlichen Perspektiven von Meditation

Die Online-Plattform „dasGehirn“ bietet neben allgemeinen neurowissenschaftlichen Informationen auch eine Sektion, die aktuelle wissenschaftliche Beiträge der Meditationsforschung zusammenstellt. Neurowissenschaftler wie Dr. Ulrich Ott und Dr. Britta Hölzel, die beide dem wissenschaftlichen Beirat für den Kongress „Meditation & Wissenschaft 2014“ angehören, geben hier Einblicke in ihre Forschungsarbeit. Ein Lexikon zu Fachbegriffen und eine kleine Literaturliste bieten flankierende Informationen.

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