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Programm

FREITAG, 30. OKTOBER 2020

13.15 Uhr: Check-in

Moderation des Tages: Angela Krumpen

Radiojournalistin, Autorin und Moderatorin

14 Uhr: Begrüßung durch die Veranstalter

Dr. Ulrich Freiesleben, Identity Foundation

Dr. Cai Werntgen, Udo Keller Stiftung Forum Humanum

Dr. Alexander Poraj, West-Östliche Weisheit Willigis Jäger Stiftung

14.20 Uhr: Impuls

Begrüßung durch den wissenschaftlichen Beirat

Einführung in das Tagungsthema

Prof. Dr. med. Tobias Esch

Lehrstuhlinhaber für Integrative primäre Gesundheitsversorgung an der Universität Witten/Herdecke und affiliierter Neurowissenschaftler an der State University of New York

Meditation im Alltag und mit „vollem Bewusstsein“ betrieben führt über die Zeit zu dynamischen Veränderungen, sowohl intrapsychisch als auch intersozial, im individuellen Bewusstsein, aber auch im kollektiven Sein, gespiegelt von unseren Gehirnen: unsere Hardware verändert sich – nicht nur unsere Aktivitäten, unser Denken und unser Tun. Und so führt regelmäßige Meditation zu Reifungsprozessen und Veränderungen, die man im Sinne einer Herzensbildung oder Bewusstseinsbildung auffassen kann. Was liegt dann näher, als in den näheren Fokus zu nehmen und zu fragen, was Meditation und Bewusstseinsbildung in Bezug auf Bildung allgemein beitragen können und, mehr noch, welche Aspekte Bildungsforschung und Pädagogik aus den Erkenntnissen der Meditations- und Bewusstseinswissenschaft übernehmen könnten? Letztendlich geht es um Impulse des Wachstums, die heute auch in besonderer Weise für Führungsqualitäten (Leadership) gefragt sind. Es geht um Führung im Außen, aber auch um innere Führung, um Selbstführung – Prozesse von Resonanz und Berührung im Miteinander und im eigenen Sein. Die Integrative Medizin greift diese Aspekte beispielhaft auf und integriert sie. Geistes- und Naturwissenschaften werden an dieser Schnittstelle zusammengeführt. Und so ist gerade die Spiritualität heute ein moderner Aspekt, auch in den angeschlossenen Wissenschaften, der in beide Welten hineinreicht und als Brücke in die Transzendenz und in das Wachstum einer „höheren“ Wissenschaft führen könnte.

14.50 Uhr: Musikalisches Intermezzo

Claus Rückbeil

Bansuri-Spieler (indische Querflöte), Jazzgitarrist und musikalischer Leiter der Jazzschule Berlin

Themenblock Spannungsfelder & Transformationen

15 Uhr: Vortrag

Die Dosis macht den Unterschied

Wie Meditation bei Langzeitmeditierenden wirkt

Prof. Dr. Stefan Schmidt

Stiftungsprofessur für Systemische Familientherapie, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Freiburg

Die Meditations- und Achtsamkeitsübungen werden immer kürzer, schon wenige Sekunden täglich sollen genügen. Wie sieht es aber wirklich mit langfristigen Effekten aus und was weiß man über Menschen, die eine jahrelange Praxis pflegen? In seinem Vortrag thematisiert Stefan Schmidt Studien zur Demenzprävention durch Meditation, zu besonderen Bewusstseinszuständen bei Langzeitmeditierenden und zeigt, dass Expert*innen in Meditation durch einen stabilen introspektiven Zugang zur ihrer Innenwelt der Forschung neue Einsichten bieten können.

15.30 Uhr: Impuls

Mehr Moral und Nächstenliebe?

Ein achtsamer Blick auf den Achtsamkeit-Hype

Dr. Simon Schindler

Institut für Psychologie, Universität Kassel

Achtsamkeit liegt sowohl in der psychologischen Forschung als auch in vielen gesellschaftlichen Bereichen im Trend und genießt einen nahezu makellosen Ruf. Dieser Vortrag will auf eine Forschungslücke bei möglichen unerwünschten Auswirkungen hinweisen. Es werden Ideen zu negativen Konsequenzen auf zwischenmenschlicher und moralischer Ebene theoretisch hergeleitet und erste Studien dazu vorgestellt, die eine differenzierte Sichtweise auf die Auswirkungen von Achtsamkeit nahelegen.

15.50 Uhr: Impuls

Achtsame (Um)wege zur Nachhaltigkeit

Wie wir mit Achtsamkeitsmeditation unser Konsumverhalten ändern

Dr. Sonja Geiger

Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre, Technische Universität Berlin

Mit meditieren den Planenten retten? Kann das gehen? Ein Forschungsteam an der TU Berlin ist in einem dreijährigen Forschungsprojekt BiNKA (Bildung für nachhaltigen Konsum durch Achtsamkeit) dieser Frage nachgegangen. Die leitende Psychologin Dr. Sonja Geiger zeigt in Ihrem Vortrag verschiedene Potenziale auf, wie Achtsamkeit eine nachhaltige Entwicklung unterstützen kann, während sie auch ernüchternde Ergebnisse nicht ausspart. Vielversprechend waren die schwindende Bedeutung materieller Werte bei gleichzeitig steigendem Wohlbefinden, was für einen langsamen Weg der Achtsamkeit zu einem nachhaltigeren Glück spricht.

16.10 Uhr: Kaffeepause

16.40 Uhr: Vortrag

Vom Ego-System zum Eco-System

Wege zur Transformation von Bildungswesen und Business

Dr. C. Otto Scharmer

Senior Lecturer am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und Mitbegründer des Presencing Institute

Unsere Lern- und Arbeitswelten sind von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität geprägt. Und aus den Erfahrungen von gestern können wir nur bedingt für morgen lernen. Zukunftsfähigkeit zu entwickeln bedeutet heute insbesondere, den Schritt vom Ego-System zum Eco-System zu vollziehen, zu lernen, wie wir zu gemeinsamen Absichten finden und diese ko-kreativ in die Welt bringen. Es geht darum, neue Fähigkeiten der Wahrnehmung zu kultivieren und diese gemeinsam zu erproben. Im bewussten Nichtwissen, wertschätzendem und schöpferischem Zuhören sowie durch die Kraft von Präsenz und Stille kann uns die Zukunft als Möglichkeit entgegenkommen. Achtsamkeit ist dabei eine wesentliche Grundlage für diese Gestaltungsprozesse.

Der Vortrag endet mit einem Dialog mit Dr. Cai Werntgen, Udo Keller Stiftung Forum Humanum.

17.40 Uhr: Meditation

17.45 Uhr: Impuls

Mehr als nur Didaktik

Kommunikation und Achtsamkeit in der Lehrer*innenausbildung

Susanne Krämer

Fachberaterin Kommunikation am Zentrum für Lehrerbildung und Schulforschung der Universität Leipzig
(Foto: Christian Hüller)

Lehrpersonen wie Schüler/Schülerinnen stehen unter wachsendem Leistungsdruck, welcher die Anforderungen einer durchökonomisierten Gesellschaft wiederspiegelt. Auf der anderen Seite gibt es eine in der Menschheitsgeschichte noch nie dagewesene Fülle an Angeboten und Konsumreizen, die um unsere Aufmerksamkeit buhlen und eine "Kultur der Zerstreuung" entstehen lassen. Vor diesem Hintergrund wird die Schaffung einer lernförderlichen, kooperativen Atmosphäre zur Grundvoraussetzung des Bildungsprozesses. Hier kann Achtsamkeit einen wichtigen Beitrag leisten. Nach einem Überblick über die wichtigsten Forschungsergebnisse im schulischen Kontext folgt eine exemplarische Vorstellung anhand des Seminars "Kommunikation und Achtsamkeit", welches seit 2013 an der Universität Leipzig gelehrt wird.

18.05 Uhr: Impuls

Bildung 5.0 – Wissenschaft, Hochschulen und Meditation

Ein Pilotprojekt an der Frankfurt University of Applied Sciences

Dr. Reiner Frey

Leiter des lehr- und forschungsorientierten Hochschulprojekts „Persönlichkeit, Reflexion und Gesellschaft“, Frankfurt University of Applied Sciences

Werden Bildung und Wissenschaft den Anforderungen des Menschseins im digitalen Zeitalter noch gerecht? Das vor mehr als drei Jahren gestartete Lehr- und Forschungsprojekt legt angesichts der Herausforderungen von digitalen Medien und der Komplexität gesellschaftlicher Strukturen den Fokus auf die Persönlichkeitsbildung der Studierenden. Ein Einbezug von Meditation und Selbstreflexion in eine reformierte Bildung ist ein neuer, „ganzheitlicher“ Weg, über die segmentierten Fächerkulturen hinauszugehen, um Freiheit und Selbststeuerung des Individuums wiederherzustellen.

18.25 Uhr: Impuls

Agilität lernen mit System 

Transdisziplinärer Wissenstransfer für Kompetenzentwicklung

Dr. med. Cornelia Birta

Next Generation Leadership Programm, Hochschule für Wirtschaft Zürich, Gründerin von FIT FOR TRANSFORMATION

Wirtschaft sowie Lehr- und Medizinsysteme, befinden sich mitten in einem Paradigmenwechsel und brauchen neue Lösungen sowie schnellere Anpassung. Führungskräfte müssen in diesem Spannungsfeld die richtigen Entscheidungen treffen und ständig in einer disruptiven, komplexen Welt zwischen Chancen und Gefahren abwägen. Das erfordert Ausdauer, Reflexionsfähigkeit, Kreativität und neue Denkansätze. Anhand eines Praxisbeispiels aus fünf Jahren Lehre an der Hochschule für Wirtschaft Zürich stellt Dr. Cornelia Birta das innovative Kompetenzentwicklungsmodell «Leadership Empowerment System» vor, welches eine einzigartige Know-how-Mischung aus der Mind-Body-Medizin, Innovationsmanagement und Business bietet.

18.45 Uhr: kurze Pause

19 Uhr: Musikalisches Intermezzo / Claus Rückbeil

19.10 Uhr: Impuls

Unverfügbarkeit und Responsivität

Lebendigkeit als Erfahrung eines existenziellen Berührtwerdens

Prof. Dr. Hartmut Rosa

Professor für Allgemeine und Theoretische Soziologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Direktor des Max-Weber-Kollegs in Erfurt    (Foto: juergen-bauer.com)

Die Beschreibung der Inhalte des Beitrags folgt noch.

19.50 Uhr: Mindfulness Lab

Mitwirkende des Tages im Dialog

mit

Dr. med. Cornelia Birta, Dr. Reiner Frey, Dr. Sonja Geiger, Susanne Krämer, Dr. Simon Schindler, Prof. Dr. Stefan Schmidt

20.30 Uhr: Ende des Kongresstages

SAMSTAG, 31. OKTOBER 2020

Moderation des Tages: Prof. Dr. med. Angela Geissler

Chefärztin, Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart, Meditationslehrerin an der Zen Business Academy

8 Uhr: Check-in

8.30 Uhr: Begrüßung

Musikalisches Intermezzo / Claus Rückbeil

8.40 Uhr: Science Slam

Nachwuchswissenschaftler geben Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte zu Meditation und Achtsamkeit

Die Beitragenden des Science Slams und ihre Themen werden voraussichtlich im Februar 2020 veröffentlicht, da der Call for Papers noch läuft. 

Moderation: Prof. Dr. Dr. phil. Harald Walach

Professor für Forschungsmethodik an der Medizinischen Universität Poznan, Polen und Gastprofessor für philosophische Grundlagen der Psychologie an der Universität Witten-Herdecke

9.30 Uhr: Meditation

Leben ist Lauschen

Eine kleine Einführung in die Zen-Meditation

Dr. med. Friederike Boissevain

MAS Palliative Care, Internistin, Hämato-Onkologin, Palliativmedizinerin, Vorstandsvorsitzende und Koordinatorin des Hospizvereins Dänischer Wohld – Menschen begleiten e. V., Soto-Zen-Priesterin

Unsere Sicht der Welt wird bestimmt durch den Fokus unserer Aufmerksamkeit. Diese ist häufig durch das determiniert, was ich für mich selbst gerne möchte oder nicht. Das ist verständlich und keinesfalls verwerflich. Nur kann diese Haltung auch eines hervorbringen: wir werden (mehr) leiden. Meditation wird dieses Dilemma nicht lösen. Aber sie vermag es, uns erfahren zu lassen, wie es sein kann, dem Fluss des Lebens vertrauensvoll zu folgen, wobei unser Ich gelegentlich am Ufer zurückbleibt. Hiermit bietet sie uns eine heilsame wie dringliche Alternative an: so zu leben, wie ich es mir von tiefstem Herzen wünsche – für mich und für alle, die mit mir sind.

Themenblock Medizin weiter denken

10 Uhr: Vortrag

Der Kampf der Medizin um ihre Identität 

Neue Wege zu integrativem Denken, Fürsorge und Demut

Prof. Dr. med. Giovanni Maio

Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Universität Freiburg

Die Beschreibung der Inhalte des Beitrags folgt noch.

10.30 Uhr: Kaffeepause

11 Uhr: Vortrag

Glück und Zufriedenheit in der Gesundheitsversorgung

Wie sich das Wohlbefinden von Health Care Professionals stärken lässt

Dr. PH Lena Werdecker

Institut für Integrative Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung, Universität Witten/Herdecke

Ein beeinträchtigtes Wohlbefinden von Health Care Professionals kann sowohl mit Glück und Zufriedenheit des Einzelnen im Zusammenhang stehen als auch Auswirkungen auf die Versorgung der Patient*innen haben. Dieser Beitrag befasst sich mit dem Forschungsstand zu Interventionen für Health Care Professionals, die auf das Wohlbefinden abzielen. Die Forschungsergebnisse werden sowohl hinsichtlich des individuellen Wohlbefindens als auch in Bezug auf die Versorgungsqualität insgesamt beleuchtet.

11.30 Uhr: Vortrag

Resilienz in der Traumatherapie

Wirkung eines mitgefühlsbasierten Behandlungsansatz auf das Wohlbefinden von Psychotherapeut*innen

Dipl.-Psych. Claudia Lorena Orellana Rios

promovierte an der Europa Universität Viadrina (Frankfurt Oder) zum Thema Achtsamkeit, Selbstfürsorge und Mitgefühl bei Gesundheitsfachkräften, affiliert mit der Sektion für Systemische Gesundheitsforschung am Uniklinikum Freiburg

Kann die gezielte Kultivierung von Mitgefühl in der Behandlung von traumatisierten Patient*innen den emotionalen Stress der Therapeut*innen reduzieren? Im Vortrag werden die Ergebnisse einer Studie an 49 Psychotherapeut*innen vorgestellt, die vor, unmittelbar danach und sechs Monate nach Abschluss eines mitgefühlsbasierten, traumatherapeutischen Curriculums (Psychodynamisch Imaginative Trauma-Therapie nach Luise Reddemann) mittels quantitativer Erhebungsinstrumente und qualitativer Rückmeldungen hierzu befragt worden sind.

12 Uhr: Vortrag

Spirituelle Entwicklung von Ärztinnen und Ärzten

Caring and Healing, ein Begleitstudium für Medizinstudierende

Dr. med. Klaus-Dieter Platsch

Institut Caring and Healing, Akademie an der Steinbeis Hochschule Berlin

Arztsein ist weit mehr als nur die biophysikalischen, biochemischen und pathologischen Zusammenhänge von Krankheit zu begreifen. Dieses Modell der Medizin braucht eine transpersonale Erweiterung. Notwendig sind Erfahrungsräume, in denen die essenzielle Verbundenheit des Lebens, Selbstreflexion und Selbsterkenntnis als Grundlage einer heilsamen Persönlichkeitsentwicklung von Ärztinnen und Ärzten möglich sind. Caring and Healing stellt als akademisches Studium seit 2016 einen solchen Erfahrungsraum spiritueller und ganzheitlicher Entwicklung zur Verfügung. Es geht um die Öffnung jener Bewusstseins- und Herzensdimension, die uns auf das zeitlose Potenzial des Heilens und eine uns selbst überschreitende Liebe ausrichtet. Die tragende Essenz eines jeden Heilungsprozesses.

12.30 Uhr: Q&A mit den Referierenden des Tages

12.55 Uhr: Meditation

13 Uhr: Exploration Lab / Mittagspause

Diskutieren Sie mit Gleichgesinnten Fragen, die Ihnen zu Meditation und Achtsamkeit unter den Nägeln brennen

Sie möchten Menschen kennenlernen, die Ihre fachlichen Interessen teilen, und sich mit Ihnen austauschen? Unser Exploration Lab eröffnet Ihnen während der Mittagspause die Gelegenheit dazu. Wir bereiten für Sie Stehtische zu ausgewählten Fragestellungen vor, so dass Sie mit anderen zu einer ko-kreativen Exploration der Fragen, die Sie bewegen, zusammenfinden können.

Auswahl an Themen: Business  -  Therapie und Medizin  -  Spiritualität  -  Praxis & Alltag  -  Bildung, Schule & Universitäten  -  Wissenschaft & Forschung  -  Netzwerkbildung.

Wenn Sie sich weitere Themen wünschen, freuen wir uns über einen Hinweis.


Entlang der Friedrichstraße finden Sie zahlreiche Locations, bei denen Sie sich vorab mit einem Imbiss versorgen können. Darüber hinaus haben wir für Sie eine Übersicht mit Restaurants und Take-aways in der näheren Umgebung vorbereitet.


14 Uhr: Musikalisches Intermezzo / Claus Rückbeil

Themenblock Bewusstsein entfalten

14.10 Uhr: Vortrag

Bewusstseinsentwicklung im Kontext kulturellen und gesellschaftlichen Wandels

Zwischen wachsendem Selbst-Bewusstsein und Instrumentalisierung?

Prof. Dr. Markus Gabriel

Lehrstuhl für Erkenntnistheorie, Philosophie der Neuzeit und Gegenwart, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn    (Foto: Christoph Hardt of Future Image & Geisler)

Die Beschreibung der Inhalte des Beitrags folgt noch.

14.55 Uhr: kurze Pause

15.10 Uhr: Talk

Die Zukunft der Meditation

Menschliche und kulturelle Transformation als Lebenspraxis


Mitwirkende:

Liane Stephan

Gründern und Geschäftsführerin der Kalapa Academy GmbH gemeinsam mit Chris Tamdjidi

Dr. Thomas Steininger

Herausgeber evolve – Magazin für Bewusstsein und Kultur

Silke Weiß

Leiterin LernKulturZeit

Priv.-Doz. Dr. rer. nat. Dr. rer. medic. Daniel Wagner 

Psychologischer Psychotherapeut & Coach

Dr. Alexander Poraj 

Zen-Meister, Mitglied der spirituellen Leitung des Benediktushofes, Vorstand West-Östliche Weisheit Willigis Jäger Stiftung, Holzkirchen
(Moderation)

Meditation und Achtsamkeit können unser menschliches und kulturelles Selbstverständnis bereichern, wandeln und für neue Perspektiven der Lebensgestaltung öffnen. Welche Lehr- und Lern-Settings und Qualitätsmaßstäbe braucht es, damit Achtsamkeit ihre tiefere transformierende Kraft entfalten kann? Welche methodischen Ansätze und Erfahrungsräume sind dienlich, um die individuelle Praxis aus ihrem Selbstbezug zu befreien? Wie können therapeutische Interventionen über persönliche Heilung hinaus einen Beitrag zur Wandlung unseres sozialen Selbstverständnisses leisten? Ist es möglich, dass Meditation und Achtsamkeit Prozesse des kulturellen und gesellschaftlichen Wandels unterstützen, ohne instrumentalisiert zu werden? Fragen wie diesen möchten wir in unserem Talk nachgehen.


16 Uhr: Abschlussvortrag

Meditation als Praxis von Wagnis und Verzicht

Lebenskunst und Gesellschaft

Prof. em. Dr. Michael von Brück

Interfakultärer Studiengang Religionswissenschaft, Ludwig-Maximilians-Universität München

Meditation intensiviert die Wahrnehmung, so dass Zusammenhänge und wechselseitige Abhängigkeiten erlebbar werden, Kreativität gefördert und der Mut zur Transformation in der Lebenspraxis gestärkt wird. Dies ist Voraussetzung für die Entdeckung von Qualität im sinnlichen Erleben, im mentalen Spiel und in der Gestaltung des Alltags, individuell wie in kollektiven Bezügen. Eine erfüllte Lebenskunst findet das Maß zwischen Wagnis und Verzicht: Im Wagnis steckt Grenzüberschreitung, auch Risiko. Wagnis ist immer auch Abenteuer, es bedeutet, gegen den Strom zu schwimmen und alte Gewohnheiten des Denkens, Fühlens, Bewertens und Lebens abzustreifen. Verzicht kann eine kluge Selbstbeschränkung sein und einen Gewinn an Lebensqualität bedeuten, wenn dadurch intensivere Konzentration möglich wird. Gibt es eine Pädagogik solcher Lebenskunst? Kann Meditationspraxis ein Schlüssel für dieselbe sein? Wird eine Pädagogik der Meditation Grundlagen schaffen, damit moderne Industriegesellschaften den Qualitätssprung in eine nachhaltige Lebensweise erreichen?

16.45 Uhr: Verabschiedung

17 Uhr: Kongressende

(Programmänderungen vorbehalten)