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esch mw webAchtsamkeit meint, zur „Besinnung“ zu kommen, ungeteilt aufmerksam, wie ein Kind, das im Spiel versunken (aber doch hellwach) ist. Mit einer Attitüde der Akzeptanz. Schon William James sah in diesem Zustand – der Kombination von intentional gerichteter Konzentration und dem aktiven Beibehalten der Aufmerksamkeit – nicht weniger als die Manifestation des „freien Willens“. 

Achtsamkeit verändert die Hardware (z.B. das Gehirn), mit der Zeit. Hier wird Erlebtes zu Erlerntem, Erlerntes stabilisiert, der Arbeitsspeicher von „Ballast befreit“, Aufmerksamkeit reguliert. So kann sie ein Mittel zur Stressreduktion werden – „Effizienzgewinne“ inklusive. Doch will 'ich' das? Was ist mit der Einbettung in eine Ethik, was mit der Freiheit, auch gestresst sein zu dürfen? Über die philosophischen, politischen und sozialwissenschaftlichen Aspekte einer Praxis, die darauf ausgerichtet ist, zu akzeptieren statt zu kämpfen (oder zu fliehen), sollte man sprechen. Geht es um einen Rückzug ins Private? Wer „profitiert“ von Meditation und Achtsamkeit, dem Handeln oder Nichthandeln? 

Soll man das „Selbst“ (und den Körper, die Emotionen) regulieren, dabei fokussiert und funktional sein – oder aber das „Sich-Öffnen“, das „Nicht-Selbst“ praktizieren und aus einer (globalen) Verbundenheit heraus handeln? Offenes Gewahrsein oder fokussierte Aufmerksamkeit, Sein oder Nichtsein? Oder gibt es einen „dritten Weg“?

Prof. Dr. med. Tobias Esch, Vorsitzender des
Wissenschaftlichen Kuratoriums „Meditation & Wissenschaft 2016“

 

Das Programm für den Kongress 2016 ist online!

 

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Meditation & Wissenschaft 2016

Meditation & Wirklichkeit – Macht Zweck Sinn

Achtsamkeit liegt voll im Trend. Ob in der gesundheitlichen Vorsorge oder der Burnout-Therapie, als Mittel zur Verbesserung von Aufmerksamkeit, Konzentration und Kreativität oder als Weg der persönlichen, inneren Reifung – in vielen Lebensbereichen ist das Meditieren inzwischen angekommen. Beim Kongress Meditation & Wissenschaft 2016, der am 25./26. November 2016 in Berlin stattfindet, werden renommierte Wissenschaftler und Experten aus Neurowissenschaft, Medizin, Psychologie, Philosophie und Arbeitswelt mit Beispielen aus Forschung, Therapie und Alltagspraxis der Frage nachgehen, wie sich das Verständnis der Wirklichkeit unseres Lebens und unsere Fähigkeit, es zu gestalten, im Spiegel der Achtsamkeit verändert.

Unsere Programm-Highlights:

•    MBSR-Begründer Jon Kabat-Zinn über das Phänomen „McMindfulness“ und die ethisch-spirituellen Grundlagen von Achtsamkeit
•    Wie viel Meditation verträgt das Business? Panel-Diskussion zu Chancen und Herausforderungen von Achtsamkeit in der Arbeitswelt mit Verantwortlichen von Google, SAP, RWE und dm
•    Tania Singer über das ReSource Projekt und Strategien, die von der Stresskompensation zur bewussten Selbstentwicklung führen
•    Stephan Grünewald, Psychologe und Autor des Bestsellers „Die erschöpfte Gesellschaft“, mit Auswegen aus der „besinnungslosen Überbetriebsamkeit“
•    Außerdem: Achtsamkeit, Ethik und Therapie, neue Studien zur Behandlung von Depressionen, Mitgefühl in der Traumatherapie

technik2Praxisbeispiele aus Arbeitswelt, Medizin und Therapie
Beiträge der Grundlagenforschung zeigen die Wirkung von Meditation im Gehirn auf und beleuchten Details der Aufmerksamkeitsregulation. Auch werden die Effekte unterschiedlicher Achtsamkeitspraktiken im Hinblick auf die emotionale, soziale und gesundheitliche Entfaltung betrachtet. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Frage, wie sich die Freiheitsdimension der Meditation mit der Effizienz- und Zielorientierung des Geschäftslebens verträgt und welche Potenziale, Herausforderungen oder auch Risiken es hier gibt.

Ein weiterer Themenschwerpunkt widmet sich der Wirksamkeit von Meditation in Medizin und Therapie. Studien und Anwendungsbeispiele zu Achtsamkeit in der Behandlung von Depressionen und in der Traumatherapie illustrieren, wie meditative Methoden sich in therapeutische Settings integrieren lassen – und welche ethische Fundierung hierbei hilfreich ist. Darüber hinaus wird der Kongress kulturelle und gesellschaftliche Fragen aufgreifen, beispielsweise, ob Achtsamkeit nur ein neues Instant-Tool der Selbstoptimierung ist oder auch neue Impulse für unser menschliches Selbstverständnis und soziales Zusammenleben entfaltet.