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Der nächste Kongress Meditation & Wissenschaft 2018
wird am 30. November/1. Dezember 2018 in Berlin stattfinden.

Das Programm finden Sie hier. Tragen Sie sich in unseren Newsletter ein und wir informieren Sie, wenn der Vorverkauf beginnt.

 

 

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Unser Kongress geht in eine weitere Runde: Wir freuen uns!

Genauer gesagt freue ich mich auch besonders darüber, dass Meditation & Wissenschaft nicht einfach eine weitere Runde dreht, sondern – gleich einer Spirale – einen eigenen Reifungs- und Wachstumsprozess durchläuft. Wir vollziehen, vielleicht entschleunigt, hoffentlich nachdenklicher und bedachtsamer, die rasante Entwicklung der Meditationsforschung nach: Sind wir aktuell schon bei Meditation 4.0, 5.0 oder 6.0 angekommen?

Ist der Boom in der Wissenschaft in diesem Feld, wie auch – und insbesondere – in der Praxis und in den mannigfaltigen Anwendungsfeldern von Meditation und Achtsamkeit (nicht-weltlich wie weltlich…), nunmehr Ausdruck einer Öffnung in die Transzendenz, ins Nirvana, ins Gute hinein (Augenzwinkern), quasi Therapie und Ausdruck einer stetigen individuellen wie kollektiven Arbeit an Bewusstsein und geistig-seelischen Wachstumsprozessen – oder ist er selbst Symptom und Zeichen einer enthemmten, umso mehr aus den Fugen geratenen Welt? Stehen wir vor dem göttlichen Himmelstor oder dem höllischen Abgrund – oder dazwischen, weder-noch? Stehen wir vielleicht noch ganz am Anfang?

Achtsamkeit in der Arbeitswelt – funktioniert. Achtsamkeit zur Neuro- und Selbstoptimierung? Ebenfalls. Hilfreich – für wen? Wo führt uns das hin? Und was ist eigentlich genau drin, wenn Achtsamkeit drauf steht? Wie sieht das der Einzelne, wie die Institutionen, wie die Gesellschaften und gar Nationen im ‚Großen und Ganzen‘? Wohin geht die Reise, und was war eigentlich vor der Achtsamkeit (bzw. dem Boom)? Wir wollen weiter kritisch bleiben, nachgucken, hinschauen, die nächste Schicht aufdecken helfen, tiefer schauen, neue Fragen stellen – und evtl. einen weiteren spiralen Wachstumsring um Erkenntnis, Bewusstsein und Fragen des Mensch-Seins legen. Und seien wir sicher: Wenn der Vorhang fällt, werden die meisten Fragen weiterhin offen sein. Auf ein Neues. Gemeinsam mit Ihnen: Ich freue mich darauf!

Prof. Dr. med. Tobias Esch, Vorsitzender des
Wissenschaftlichen Kuratoriums „Meditation & Wissenschaft 2018“

 

Das Programm für den Kongress 2018 ist online!

 

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Meditation im Aufbruch
Was Achtsamkeit in der Medizin und Arbeitswelt bewegt – und wo die Grenzen liegen

Aktuelle Studien, Best Practices und kritische Impulse beim 5. Kongress Meditation & Wissenschaft 2018

Unsere Programm-Highlights:

  • Besser meditieren!? - Der Selbst-Optimierungs-Trend und die Versprechen und Fallstricke der neuen digitalen Meditations-Tools
  • Vom Autopilot zur inneren Freiheit – neue neurowissenschaftliche Erkenntnisse zum freien Willen
  • Wie Achtsamkeit das Verständnis von Gesundheit und Heilung verändert: Wirkung von Meditation auf der Gen-Ebene, Selbstmitgefühl in der Therapie, Spiritual Care im Klinikalltag
  • Möglichkeitsräume im Business öffnen: Achtsamkeit, kollektive Intelligenz, Change Management - Best Practices bei RWE, Beiersdorf, Upstalsboom und Ottonova
  • Festvortrag von Prof. Gert Scobel (ZDF/3sat) zu „Paradoxien der Meditation – Über Weisheit und Wissenschaft, säkulare Ethik und Fiktion“
  • Science Slam – Die aktuellsten Forschungsprojekte zu Meditation

 

Was die spirituellen Traditionen seit jeher wissen, ist dank der Neurowissenschaften heute auch in unserer Alltagswelt ein Versprechen, das immer häufiger eingelöst wird: die immensen Potenziale von Meditation im Hinblick auf unsere menschliche und gesellschaftliche Erneuerung. Medizin, Psychologie und Therapie greifen immer öfter auf die heilsame Wirkung der Achtsamkeit gezielt zurück. Im Business steht Meditation längst ganz selbstverständlich auf der Agenda des Gesundheitsmanagements. Und immer mehr Unternehmen machen sich ihre greifbaren positiven Effekte in der Leadership-Entwicklung und als treibende Kraft von Veränderungsprozessen zunutze. Achtsamkeit bewirkt etwas. Aber wo Licht ist, da ist auch Schatten.

Der Kongress Meditation & Wissenschaft, der am 30. November/ 1. Dezember 2018 zum fünften Mal in Berlin stattfinden wird, stellt zahlreiche Praxisbeispiele aus Arbeits- und Alltagswelt, Medizin und Therapie vor, in denen Achtsamkeit sich bewährt. 

Komplexität meistern mit Vitamin A(chtsamkeit)

Atmo 2Immer mehr Unternehmen machen die oft leidvolle Erfahrung, dass die wachsende Komplexität im Business sich nicht kontrollieren lässt. Wie ihr also konstruktiv begegnen? Best Practices aus großen Unternehmen und dem Mittelstand zeigen, dass sich mit Meditation die kollektive Intelligenz von Teams fördern und dabei auch die Gesundheit der Mitarbeiter verbessern lässt. Eine Studie illustriert, wie sich RWE im radikalen Wandel der Energiemärkte durch Achtsamkeit im Change Management neu erfindet. In einem Talk verraten Andreas Clausen, Corporate Direktor Forschung und Entwicklung und Achtsamkeitsbotschafter bei Beiersdorf, Marie Koch, bei den Upstalsboom Hotels für den Bereich Kultur & Entwicklung tätig, und Roman Rittweger, Gründer der Unternehmensberatung „Advisors in Healthcare“ und der digitalen Privaten Krankenversicherung ottonova, wie Meditation im Business Mehrwert schafft und wie sich Achtsamkeit am besten in den Arbeitsalltag integrieren lässt.

Meditation wirkt – bis auf die Gen-Ebene

Im Gesundheitswesen hat sich Meditation bereits seit einigen Jahren als komplementäre Behandlungsmethode etabliert. Dabei bringt Achtsamkeit nicht allein psychosomatische Effekte mit sich. Neueste Forschungen, die auf dem Kongress vorgestellt werden, weisen sogar eine Wirkung von Meditation bis auf die Gen-Ebene nach.

Darüber hinaus ist Achtsamkeit dabei, grundlegende Perspektiven in der Medizin und Therapie zu verändern – der Blick weitet sich von der Behandlung zur Selbstfürsorge und Souveränität der Patienten. Aktuelle Studien und Impulse zu Selbstmitgefühl und Resilienz, der Kraft des Gebets und Spiritual Care im Krankenhausalltag illustrieren diesen beginnenden Paradigmenwechsel.

Neuro-Enhancement auf dem Prüfstand

Die „Erfolge“ von Achtsamkeit wecken allerdings auch Begehrlichkeiten, die das Wesen von Meditation konterkarieren, beispielsweise wenn neue digitale Tools Durchbrüche in Sachen Selbstoptimierung versprechen. Fest steht, dass Achtsamkeit den geistigen Autopiloten überwinden kann. Was das im Hinblick auf die innere Freiheit des Menschen bedeutet, wird John-Dylan Haynes, Direktor des Berlin Center for Advanced Neuroimaging, am Beispiel seiner Aufsehen erregenden Studien zum freien Willen näher betrachten.

Biofeedback oder die Audio-Stimulation mit binauralen Beats können Meditations-Anfängern den Einstieg in eine regelmäßige Übungspraxis erleichtern. Experten aus Medizin, Psychologie und Philosophie stellen beim Kongress die neuen technischen Helfer auf den Prüfstand und erklären, welche Wirkungen sich wissenschaftlich nachweisen lassen – und auch, wo mehr Schein als Sein im Spiel ist. Ein Talk geht außerdem der Frage nach, wie viel Optimierung das Loslassen verträgt und ob technologisch gestützte Selbstverbesserungg nicht vielleicht sogar die Welle kultureller Beschleunigung verstärkt, die den Bedarf nach einer Steigerung menschlichen Potenzials überhaupt erst weckt.

„Du sollst nicht funktionieren“

Säkulare Übungswege haben in den letzten zehn Jahren der Meditation den Weg in die Mitte der Gesellschaft geebnet. Doch kann es auf Dauer funktionieren, eine Methode, die ursprünglich komplexen philosophischen und spirituellen Traditionen entstammt, zu profanisieren und in den Dienst des Persönlichen zu stellen – als „McMindfulness to go“? Im Dialog werden die Sinnforscherin Tatjana Schnell und der Gesundheitsforscher und Psychologe Harald Walach nach dem Sinn jenseits des Selbst fragen und eruieren, warum Bewusstsein gerade keine Privatsache ist und die Entwicklung einer Kultur des Geistes dringlicher denn je erscheint.

Auch die Festvorträge der beiden Kongresstage öffnen den gesellschaftlichen und kulturellen Horizont, innerhalb dessen der Meditations-Hype bisweilen bizarre Blüten treibt. „Du sollst nicht funktionieren“, plädiert die Philosophin Ariadne von Schirach für eine neue Lebenskunst, die menschliche Innenwelt und kulturelle Außenwelt in einem neuen Miteinander denkt. Der bekannte Fernsehmoderator Gert Scobel wird zum Abschluss des Kongresses einen Blick auf die Paradoxien der Meditation werfen und das Spannungsfeld von Weisheit und Wissenschaft, säkularer Ethik und Fiktion eingehender betrachten.

Veranstalter des Kongresses sind drei gemeinnützige Stiftungen: Identity Foundation, Düsseldorf, Udo Keller Stiftung Forum Humanum, Hamburg, und Oberberg Stiftung, Berlin.

>>> Zur Anmeldung für den Kongress