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Meditation und Psychotherapie – sind das nicht zwei divergente Welten? Meiner Erfahrung nach können meditative Verfahren mich in meiner eigenen Mitte verankern und schaffen damit eine Stabilität durch Flexibilität. Ein scheinbarer Widerspruch, doch so entsteht Resilienz und damit die beste Prophylaxe. Diese Einsicht möchte ich anderen Menschen vermitteln.
Ich war in der Psychotherapie immer auf der Suche nach Methoden, die kognitive Inhalte vertiefen und „von der rationalen zur emotionalen Akzeptanz“ führen, nach neurobiologischen Vernetzbarkeiten, die pathologische Muster abbauen und salutogenetische Enzymkaskaden initiieren, bis hin zur „endogenen Ekstase“. Eigene Erfahrungen bedürfen fundierter wissenschaftlicher Beweise und mit dem Kongress bringen wir zwei Welten zusammen.
Dr. med. Edda Gottschaldt, Oberberg Stiftung
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Vorträge des Kongresses 2012 auf DVD erhältlich |
Meditation & Wissenschaft 2012
Neue Bewusstseinskultur in einer aus den Fugen geratenen Welt
Meditation als wissenschaftliches Forschungsfeld und kulturelle Praxis ist – dies hat der erste Kongress Meditation & Wissenschaft im Jahr 2010 erfolgreich gezeigt – in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Verschiedene Disziplinen wie Neurowissenschaften, Medizin, Psychologie, Philosophie und Religionswissenschaft vermitteln ein multiperspektivisches Bild von der Relevanz, die Meditation für das Leben im 21. Jahrhundert hat. Vor diesem Hintergrund stellt der Kongress Meditation & Wissenschaft 2012 die praktische Dimension von Meditation in den Vordergrund. Ziel ist es, die konkreten Wirkungen, die Meditation in verschiedenen Lebenssphären entfaltet, und die Impulse, die sich daraus für eine Bewusstseinskultur ergeben, zu vermitteln.
Der Kongress wird Meditation in den Kontexten des Bildungssystems (Schule, Hochschule, Pädagogik) und der Arbeitswelt (Wirtschaftswelt, Berufsleben, Burn-out-Prophylaxe) beleuchten und dabei Gesichtspunkte wie die Prävention in allen Lebensphasen (demographischer Wandel, Persönlichkeits- und Weisheitsentwicklung in verschiedenen Lebensphasen) sowie Chancen und Nebenwirkungen im Kontext von Medizin, Therapie und persönlicher spiritueller Praxis beleuchten. Übersichtsvorträge führen in die jeweiligen Forschungsfelder ein und skizzieren den aktuellen Forschungsstand. Anhand von Projekten und Best practices werden die Wirkungszusammenhänge von Meditation in den beschriebenen Anwendungsgebieten empirisch nachprüfbar dargestellt.
Dabei werden folgende Fragen konkretisiert und beantwortet:
Wie wird Meditation in den Schulunterricht integriert und schafft so bessere Rahmenbedingungen für SchülerInnen und LehrerInnen?
Welche Bedeutung hat Meditation für in Berufen mit hohem Burn-out-Risiko Tätige? (z.B. in Medizin, Therapie, Pflege, Führung)
Welche Einsatzszenarien von Meditation gibt es in der Arbeitswelt? (Förderung von Kreativität, Konzentration, Leistungs- und Entscheidungsfähigkeit sowie gesundheitlicher Balance)
Welche Wirkungen hat Meditation in der Prävention in verschiedenen Lebensphasen? (z.B. bei Demenz im Alter oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Folge unausgewogener Lebensgestaltung)
Wie gehen Kliniken mit spiritueller Krisenbewältigung um?
Welche psychischen Risiken können mit intensiver Meditationspraxis verbunden sein?
Welche diagnostischen und therapeutischen Kompetenzen sind bei der Vermittlung von Meditationsverfahren geboten? (Qualitätssicherung bei der Ausbildung von MeditationslehrerInnen)
Wie lässt sich ein ganzheitlich-integrales Selbst- und Weltverständnis als innere Haltung und Basis einer neuen Bewusstseinskultur entwickeln?