Veranstalter

if_logo_phil

 

oberberg

 

ForumHumanum 

 

In Kooperation mit:

anna gamma

woew

 

Programm

Kongressprogramm Meditation & Wissenschaft 2016
Meditation & Wirklichkeit - Macht | Zweck | Sinn

Veranstaltungsort: dbb forum, Friedrichstraße 169/170, 10117 Berlin

Der Kongress wurde von der Ärztekammer Berlin zertifiziert, so dass Mediziner für den Besuch 6 Fortbildungspunkte erhalten.

Moderation:
gottschaldtporajDr. med. Edda Gottschaldt, Oberberg Stiftung, Berlin
Dr. Alexander Poraj, Zen-Meister, Mitglied der spirituellen Leitung des Benediktushofes, Vorstand West-Östliche Weisheit Willigis Jäger Stiftung, Holzkirchen

 

Freitag, 25. November 2016

14 Uhr: Begrüßung durch die Veranstalter
Dr. med. Edda Gottschaldt, Oberberg Stiftung
Dr. Ulrich Freiesleben, Identity Foundation
Dr. Cai Werntgen, Udo Keller Stiftung Forum Humanum

14.10 Uhr: Begrüßung durch den wissenschaftlichen Beirat
Einführung in das Tagungsthema
eschProf. Dr. med. Tobias Esch, Professor für Integrative primäre Gesundheitsversorgung an der Universität Witten/Herdecke (Fakultät Gesundheit/Department Medizin) und affiliierter Neurowissenschaftler an der State University of New York

 

 

14.30 Uhr: Musikalisches Intermezzo
heitzKlaus Heitz, Musiker und Yoga-Acharya in der Sivananda Yoga Vedanta Tradition, Ausbildung am Institut für Harfe und Heilung, lebt in Horn-Bad Meinberg

 

 

 

Themenschwerpunkt
Achtsamkeit, Meditation, Bewusstsein in der Lebens- und Arbeitswelt

14.40 Uhr: Vortrag
Meditation – Work-out für das Gehirn?
Neurowissenschaftliche Erkenntnisse und die Begehrlichkeiten einer Leistungskultur
Dr. Britta Hölzel, Diplom-Psychologin, Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR)- und Yoga-Lehrerin, Technische Universität München (Foto: M. Stobrawe)

hoelzelÜbersichtsarbeiten zur neurowissenschaftlichen Achtsamkeits-forschung fassen zusammen, dass im Zusammenhang mit Achtsamkeitspraxis funktionelle und strukturelle Veränderungen in Hirnregionen berichtet wurden, denen eine wesentliche Rolle für die Regulation von Aufmerksamkeit, Emotionen und Selbstgewahrsein zugeschrieben wird. Der Vortrag stellt Arbeiten der letzten Jahre vor und nimmt kritisch Stellung zu dem Wunsch, daraus eine direkte Wirksamkeit von Meditation für die Arbeitswelt ableiten zu können.

15.20 Uhr: Vortrag
Meditation und Aufmerksamkeit
Die Rolle unterschiedlicher mentaler Funktionen in der Meditation
Prof. Dr. Thilo Hinterberger, Forschungsbereich Angewandte Bewusstseinswissenschaften, Abteilung für Psychosomatische Medizin, Universitätsklinikum Regensburg

hinterbergerMeditierende kennen die Erfahrung des Gewinns durch bewussten Verzicht auf spezifische mentale Funktionen. Die Aufmerksamkeitsnetzwerke sind ein Teil davon. Welche dieser Funktionen aktiviert werden und welche ausbleiben, hängt von der meditativen Ausrichtung ab. Studien zu neuronalen Korrelaten unterschiedlicher meditativer Übungen stützen diese These und werden im Vortrag diskutiert.

16 Uhr: Kaffeepause

16.30 Uhr: Vortrag
Entschleunigung durch Beschleunigung
Menschliche Entwicklung und Transhumanismus
Prof. Dr. Stefan Lorenz Sorgner unterrichtet Philosophie an der John Cabot University in Rom, ist Begründer und Direktor des Beyond Humanism Network und Fellow am Institute for Ethics and Emerging Technologies, Connecticut

sorgnerBesteht eine kategoriale Unterscheidung zwischen traditionellen und innovativen pharmakologisch unterstützten Meditationstechniken? Stellt die Förderung der menschlichen Leistungsfähigkeit ein Problem für die menschliche Entwicklung dar oder unterstützt sie parallel eine erfüllende Form der Entschleunigung?

 

17.10 Uhr: Meditation

17.15 Uhr: Diskussion
Macht  Zweck  Sinn:
Wie viel Meditation verträgt das Business – und wie viel Business die Meditation?
Achtsamkeit scheint auf dem Weg, zu einer Art „Geheimwaffe“ im Business zu werden. Immer mehr Unternehmen setzen auf Meditation zur Förderung von Resilienz, Kreativität oder Leadership. Und immer mehr Studien scheinen nahezulegen, dass dies „funktioniert“. Doch wie gestaltet sich in der Arbeitswelt die Einbindung von Achtsamkeitsmethoden ganz konkret? Wie verträgt sich die Freiheitsdimension der Meditation mit der Effizienz- und Zielorientierung des Geschäftslebens? Welche Potenziale, Herausforderungen oder auch Risiken gibt es? Im Gespräch werden

 

latracheMounira Latrache,
Search Inside Yourself Programm, Google

 

bostelmannPeter Bostelmann,
Director, SAP Global Mindfulness Practice

 


teriumPeter Terium,
Vorstands-vorsitzender
RWE AG

 

harschErich Harsch,
Vorsitzender der Geschäftsführung dm-drogerie markt


erkunden, was Meditation im Spannungsfeld zwischen arbeitsweltlichem Pragmatismus und menschlicher Reifung bewirken kann – und was es braucht, damit Achtsamkeit nicht nur eine formale Übung bleibt, sondern sich auch als tragende Kultur im Unternehmen entwickeln kann.

kohtesModeration: Paul J. Kohtes, Zen-Lehrer, Führungskräfte-Berater und Gründer der Identity Foundation – Gemeinnützige Stiftung für Philosophie

 

 

18.15 Uhr: kurze Pause

18.30 Uhr: Musikalisches Intermezzo
Klaus Heitz


18.40 Uhr: Talk
Mindfulness and the Specter of „McMindfulness“:
The Ethical and Dharma Foundations of Mindfulness-Based Programs
Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn, Prof. em. für Medizin an der University of Massachusetts Medical School, Begründer des Center for Mindfulness in Medicine, Health Care and Society (Foto: Joshua Simpson)
im Video-Gespräch mit Dr. Britta Hölzel und Prof. Dr. med. Tobias Esch

kabat zinnThe origins of mindfulness are the dharma. So by definition mindfulness-based programs have to be grounded in dharma in a most universal but at the same time, utterly authentic and embodied fashion by the instructor. In Asian languages, the words for „heart“ and „mind“ are usually the same, as opposed to the German „Achtsamkeit“. If we are not hearing „heartfulness“ when we are hearing of speaking „mindfulness“, we are mis-understanding its essence. So the most important point will be that those to teach mindfulness, whether in medical or corporate or other settings, need to teach out of their own deep personal practice of mindfulness, developed over many years with the best teachers they can find. It is not a matter of turning mindfulness into a concept, or an attentional exercise devoid of embodied self-awareness (emotional, cognitive, and physical), other-awareness, and world-awareness. Mindfulness is about relationally at any and every level, no different from what might be called a field of embodied wakefulness or „pure awareness“.
(Das Gespräch findet in engl. Sprache ohne Übersetzung statt.)

19.40 Uhr: Ausklang mit Umtrunk

20.30 Uhr: Ende des Kongresstages

 

Samstag, 26. November 2016

9 Uhr: Begrüßung der Teilnehmer

Musikalisches Intermezzo
Klaus Heitz

9.10 Uhr: Meditation
machtvoll absichtslos
Meditation des raumlosen Raums
Dr. Anna Gamma, Gründerin des Anna Gamma Institut Zen & Leadership, Luzern


gammaAbsichtslosigkeit ist frei von Vorstellungen wie etwas sein oder sich entwickeln sollte. Erlauben wir uns, die wohl gehüteten Erkenntnisse über uns selbst und die Welt hinter uns zu lassen, so öffnet sich der raumlose Raum der Freiheit und des inneren Friedens. Kreativität wird frei gesetzt, lässt unerwartete Problemlösungen jenseits rationaler Konzepte emergieren.

 

Themenschwerpunkt
Meditation in Medizin und Therapie

9.40 Uhr: Vortrag
Mindfulness, ethics and therapy
What do they have to do with each other?
Dr. Paul Grossman, Director of Research, Department of Psychosomatic Medicine, Division of Internal Medicine, University of Basel Hospital

grossmanMindfulness will be discussed as a practice to cultivate embodied ethical values, such as kindness, generosity, tolerance and compassion: Entertaining these qualities, while attending to immediate experience, often produces mental and bodily eudemonic benefits that can be strengthened over time. Therefore, mindfulness may have a large role to play in therapeutic and other healthcare contexts: the „kind mind“ of both healthcare providers and patients may provide a new paradigm for dealing with the challenges of being alive.
(Der Vortrag findet in engl. Sprache ohne Übersetzung statt.)

10.40 Uhr: Kaffeepause

11.10 Uhr: Vortrag
Achtsamkeit und Depression
Ergebnisse aus Studien zu Achtsamkeit und Rumination im Depressionskontext
Prof. (apl.) Dr. Christine Kühner, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim, Universität Heidelberg

kuehnerRuminatives Grübeln gilt als bedeutsamer kognitiver Risikofaktor für die Entstehung und den Verlauf depressiver Störungen. Unsere experimentellen Arbeiten zeigen, dass ein ruminativer Selbstfokus negative Verstimmung verlängert und dysfunktionale Kognitionen verstärkt, während ein achtsamer Selbstfokus gegenläufige Effekte hat. Der Beitrag gibt einen Überblick über unsere Arbeiten zu Rumination und Achtsamkeit im Depressionskontext, u.a. zu Effekten eines vierwöchigen achtsamkeitsbasierten Aufmerksamkeitstrainings auf ruminatives Grübeln und emotionales Befinden im Alltag und den Verlauf habitueller Achtsamkeit und depressiver Symptomatik.

11.50 Uhr: Vortrag
Mitgefühl in der Behandlung traumatisierter PatientInnen
Frucht einer achtsamen Begegnung
Prof. Dr. med Luise Reddemann, Universität Klagenfurt

reddemannMitgefühl als allgemeiner Wirkfaktor spielte schon immer eine Rolle in der Psychotherapie.  Neuerdings rückt der Wert von mitgefühlsbasierten Interventionen in den Mittelpunkt. So lernen traumatisierte PatientInnen mit Hilfe des Konzepts der Psychodynamisch Imaginativen Traumatherapie sich selbst mitfühlend zu begegnen. Erste wissenschaftliche Ergebnisse sind vielversprechend.

12.50 Uhr: Meditation
Dr. Anna Gamma

13 Uhr: Mittagspause
(in Eigenregie in Lokalitäten der näheren Umgebung)

14.30 Uhr: Musikalisches Intermezzo
Klaus Heitz

Themenschwerpunkt
Meditation und Menschsein – Wege der Selbstentwicklung

14.35 Uhr: Vortrag
Das ReSource Projekt
Trainierbarkeit des Sozialen Gehirns: Von Stressreduktion zu mehr Mitgefühl und Kooperation
Prof. Dr. Tania Singer, Abteilung für Soziale Neurowissenschaft, Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig

singerKönnen Achtsamkeit sowie soziale Kompetenzen wie Empathie, Mitgefühl und Perspektivübernahme trainiert werden und wie äußern sich trainingsbedingte Veränderungen im Gehirn, in Gesundheit und im Kooperationsverhalten? In diesem Vortrag werde ich das ReSource Projekt, ein 9-monatiges, säkulares mentales Trainingsprogramm vorstellen und zeigen, wie das Training Erleben, Verhalten, Gehirn und Stressempfinden verändert.

15.35 Uhr: Kurze Pause

15.50 Uhr: Abschlussvortrag
Rasender Stillstand
Die schöpferische Kraft der Muße und des Träumens
Stephan Grünewald, Psychologe und Gründer des rheingold Instituts für qualitative Markt- und Medienanalysen, Köln

grunewaldIn Krisenzeiten ist die Flucht in die besinnungslose Überbetriebsamkeit ein probates Mittel, um Ängste zu bannen. Schlafstörungen, depressive Verstimmungen oder ein Burnout sind Symptome dieses Erschöpfungs-Modus. Der schöpferische Modus braucht Dehnungsfugen im Alltag, eine Rhythmik von Innehalten und Betriebsamkeit. Das Träumen und damit Zustände besinnungsvoller Unbetriebsamkeit sind die Voraussetzung für individuelle und gesellschaftliche Innovation und Kreativität.

16.35 Uhr: Meditation
Dr. Anna Gamma

16.40 Uhr: Geleitworte
Prof. Dr. med. Tobias Esch

16.50 Uhr: Verabschiedung

17 Uhr: Ende des Kongresses

- Programmänderungen vorbehalten -