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In Kooperation mit:
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Veranstaltungsort:
Atrium der Deutschen Bank, Unter den Linden 13/15, Eingang Charlottenstraße, 10117 Berlin
Kongressprogramm Meditation & Wissenschaft 2012
Neue Bewusstseinskultur in einer aus den Fugen geratenen Welt
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Freitag, 16. November 2012
Themenschwerpunkt: Bildungswesen
Moderation des Tages: Dr. Alexander Poraj, Zen-Meister, Mitglied der spirituellen Leitung des Benediktushofes, Vorstand West-Östliche Weisheit Willigis Jäger Stiftung, Holzkirchen
14.00 Uhr: Begrüßung durch die Veranstalter
Dr. med. Edda Gottschaldt (Oberberg Stiftung Matthias Gottschaldt)
Dr. Ulrich Freiesleben (Identity Foundation)
14.10 Uhr: Begrüßung durch den Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Kuratoriums
Prof. Dr. Dieter Vaitl, Director Bender Institute of Neuroimaging, Universität Gießen
14.20 Uhr: Vortrag
In der Ruhe liegt die Kraft
Neurobiologische Validierung einer Volksweisheit
Prof. Dr. Gerald Hüther, Präsident der Sinn-Stiftung und Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Univ. Göttingen und Mannheim/Heidelberg
Der wahre Grund für die krankmachende Hektik unserer gegenwärtigen Kultur ist nicht der ständig beklagte Zeitmangel, sondern unsere Unfähigkeit herauszufinden, was für uns wirklich wichtig ist. Aus neurobiologischer Perspektive wird der Frage nachgegangen, weshalb es für die Entfaltung der in unserem Gehirn angelegten Potenziale notwendig ist, zu erkennen und uns bewusst zu machen, was tatsächlich für die Gestaltung des eigenen Lebens bedeutsam ist, und das eigene Handeln an dieser Erkenntnis auszurichten.
15.00 Uhr: Vortrag
Potentiale von Achtsamkeit in der Pädagogik
Vorstellung des Konzepts AISCHU® – „Achtsamkeit in der Schule“
Vera Kaltwasser, Oberstudienrätin, Theaterpädagogin, in der Lehrerfortbildung tätig, zusätzliche Ausbildungen in Psychodrama, Qigong, MBSR (USA)
Das Konzept AISCHU® – „Achtsamkeit in der Schule“ setzt die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die positive Wirkung von Achtsamkeitsübungen hinsichtlich der Aufmerksamkeitssteuerung, Impulskontrolle und emotionalen Selbstregulation praktisch um: Achtsamkeitsphasen mit Übungen zur Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion werden kontinuierlich in den täglichen Schulunterricht integriert.
15.30 Uhr: Kaffeepause
16.00 Uhr: Praxisblock mit Projektvorstellungen aus dem Bildungswesen
Stress bei Studierenden und Ansätze zur Bewältigung
Vorstellung einer Studie zur Implementierung eines 8-wöchigen Stressmanagement-Curriculums im Lehrplan
Prof. Dr. med. Tobias Esch, Fachleitung „Gesunde Hochschule“, Hochschule Coburg
Stress macht auch vor den Toren der Hochschulen nicht halt: Bologna-Reform und Prüfungsmarathons stellen neben den besonderen Lebensumständen typische Stressoren unter Studierenden dar. In Coburg haben wir umfassende Daten zur Ausgangssituation gewonnen und einen Stressmanagement-Kurs auf Basis der Mind-Body-Medizin (MBMSR) etabliert. Die Wirksamkeit dieser Maßnahme wurde in einem randomisiert-kontrollierten Setting mit externem Monitoring evaluiert.
Glück kann man lernen
Der Weg zu einem erfüllten und sinnvollen Leben
Ernst Fritz-Schubert, Oberstudiendirektor, Begründer des Unterrichtsfaches Glück und des Fritz-Schubert-Instituts zur Entwicklung von Methoden zur Persönlichkeitsstärkung
Glück fällt weder auf Kommando vom Himmel, noch entstehen willentlich Glücksgefühle. Wenn wir uns auf die Suche nach dem Glück machen, dann suchen wir wie unsere Vorfahren nach den guten Gründen zum Glücklichsein, und wenn es uns gelingt, dann dürfen wir als Belohnung der Natur glücklich sein. Wir müssen deshalb lernen, die guten Gründe von den scheinbar guten Gründen zu unterscheiden.
Schule tut gut – Achtsamkeit für PädagogInnen
Beispiele aus der pädagogischen Aus- und Weiterbildung
Dr. phil. Nils Altner, Universität Duisburg-Essen, Harvard Medical School
Wenn Lehrerinnen und Lehrer Achtsamkeitsmeditation praktizieren, hat das Auswirkungen auf ihre Gesundheit und Selbstfürsorge sowie auf den Unterricht und ihr Verhältnis zu den Kindern. Der Vortrag skizziert empirische Daten dazu und bringt Praxisbeispiele für achtsamkeitsbasierte Inhalte der pädagogischen Aus- und Weiterbildung.
17.00 Uhr: Q&A – Fragen an die Referenten des Tages
17.45 Uhr: Imbiss
18.30 Uhr: Festvortrag
Change your brain by transforming your mind
Neuroscientific studies of meditation
Richard J. Davidson, PhD, William James and Vilas Professor of Psychology and Psychiatry, University of Wisconsin-Madison, USA
Meditation produces changes in brain function that promote well-being, foster certain forms of positive affect and virtuous dispositions and impact on physical health and illness. Through research with both long-term practitioners and novices studied longitudinally, this talk will illustrate some of key findings and challenges in the nascent field of contemplative neuroscience.
19.30 Uhr: Ausklang des Kongresstages
Samstag, 17. November 2012
Themenschwerpunkt: Arbeitswelt
Moderation des Tages: Dr. Anna Gamma, Geschäftsleiterin, Lassalle-Institut, Edlibach, Schweiz
9.00 Uhr: Meditation
Einführung in die Meditation und Praxis des Erwachens
Befreiende Erkenntnis und engagiertes Mitgefühl
Fred von Allmen, Meditationslehrer, Buddhistisches Meditationszentrum Beatenberg, Schweiz
Meditation wird heute zunehmend als hilfreich anerkannt und auch praktiziert. Dies wirkt sich erfreulicherweise für viele Menschen körperlich und psychisch positiv aus. Dabei wird zuweilen vergessen, dass es in den Traditionen, aus denen die Meditationsmethoden stammen, noch um andere Aspekte als jene der Gesundheit und des Wohlbefindens geht. Hier soll in einer praxisorientierten Weise aufgezeigt werden, welches die Ausrichtungen und Ziele eines authentischen spirituellen Weges sein könnten.
10.00 Uhr: Begrüßung der Teilnehmer
10.10 Uhr: Vortrag
Die Spiritualität der deutschen Top-Manager
Empirische Befunde einer repräsentativen Studie
Prof. Dr. phil. Eugen H. Buß, em., Institut für Rechts- und Sozialwissenschaften der Universität Hohenheim
Spirituelle Fragen sind für mindestens zwei Drittel der deutschen Top-Manager ein Thema. Karriereerfolg und religiöse Bezüge hängen stärker als erwartet immer noch zusammen. „Ich weiß, dass etliche Kollegen auf der spirituellen Seite stehen. Sie sind aktiver, und sie schöpfen in ihrem täglichen Handeln daraus auch Energie“, so der Vorstand eines DAX-30-Konzerns.
10.40 Uhr: Kaffeepause
11.10 Uhr: Praxisblock mit Projektvorstellungen und Beispielen aus der Arbeitwelt
Meditieren Sie – aber bitte so effektiv wie möglich...
Passt die Achtsamkeit in die Arbeitswelt?
Prof. Dr. Stefan Schmidt, Institut für Transkulturelle Gesundheitswissenschaften, Europa Universität Viadrina, Frankfurt (Oder), Forschungsgruppe Meditation, Achtsamkeit und Neurophysiologie, Universitätsklinikum Freiburg
Die Achtsamkeitsmeditation hat sich bei der Stressbewältigung und in der Medizin als sehr erfolgreich erwiesen und sich damit auch für die Anwendung in beruflichen Kontexten empfohlen. Neben der Stressreduktion zeigen sich zahlreiche weitere Anwendungsfelder, beispielsweise indem der Ansatz als metakognitive Technik zur Fehlerreduktion eingesetzt wird. Doch wie passt diese Funktionalisierung zur spirituellen Herkunft des ursprünglichen Konzeptes von Achtsamkeitsmeditation? Wie verhält es sich mit dem Widerspruch von Zielorientierung und Absichtslosigkeit?
Achtsamkeitsmeditation im Unternehmen – Ein Praxisbericht zur Integration des Trainings in den betrieblichen Alltag
Kultivierung von regelmäßigem gemeinsamen Üben, Erfahrungsaustausch und Lerntransfer
Horst Inden, Personal- und Ausbildungsleiter, Maria Clementine Martin Klosterfrau Vertriebsgesellschaft mbH, Köln
Wie gelingt es durch unterschiedliche Maßnahmen – vom Workshop bis zum Acht-Wochen-Programm – und anschließendes Üben, eine Achtsamkeitspraxis im persönlichen Alltag zu verankern? Wie legen wir den Fokus auf informelle Praxis im Tagesablauf? Wie kann sich praktizierte Achtsamkeit zu einem bedeutenden Wert der Unternehmenskultur entwickeln?
Achtsamkeit und Führung
Perspektiven von Meditation im Führungsalltag
Dr. Reto Diezi, Chief Executive Officer, Baloise Asset Management, Basel, Schweiz
Die heutigen Erwartungen an Führungskräfte und die täglichen Herausforderungen, mit denen Manager konfrontiert werden, sind immens. Eine regelmäßige Praxis der Achtsamkeit hat einen förderlichen Einfluss auf die geistige Fitness, die persönliche Effizienz und die Gesundheit und begünstigt zugleich die Entwicklung essenzieller Führungsqualitäten. Der Vortrag stellt Bezüge her zwischen Konzepten der Achtsamkeit und dem Führungsverständnis westlicher Prägung und zeigt Möglichkeiten und Schwierigkeiten auf bei der Integration von Meditationsübungen im Führungsalltag.
Gesundheit am Arbeitsplatz
Bedeutung von Meditation bei der Wiederherstellung der Regulationsfähigkeit
Prof. Dr. med. Gustav J. Dobos, Lehrstuhl für Naturheilkunde, Universität Duisburg-Essen
Für die wachsenden Belastungen am Arbeitsplatz und die endemische Entgrenzung zwischen Arbeit und Muße zahlen wir einen hohen Preis. Burn-out, Depressivität und Suchterkrankungen sind immer häufiger die Folge. Auch physische Beschwerden wie Schmerzen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden weisen in steigendem Maß eine Stresskomponente auf. Meditation kann als ein Bestandteil der integrativmedizinischen Versorgung zur nachhaltigen Wiederherstellung der Regulationsfähigkeit und damit der Selbstheilungskräfte beitragen.
12.30 Uhr: Q&A – Fragen an die Referenten des Tages
13.15 Uhr: Mittagspause
14.15 Uhr: Praxisblock mit Vorträgen zu Chancen und Nebenwirkungen von Meditation
Chancen und Nebenwirkungen von Meditation – Einführung
Mit welchen Risiken ist Meditation verbunden und wie können diese minimiert werden?
Dr. Ulrich Ott, Arbeitsgruppe „Veränderte Bewusstseinszustände – Meditationsforschung“, Bender Institute of Neuroimaging, Universität Gießen
Der Einführungsvortrag gibt einen Überblick über unerwünschte Nebenwirkungen von Meditation, die von Unruhe bis zu psychotischen Episoden reichen. Es wird auf Risikofaktoren eingegangen und auf Anforderungen, die sich für eine verantwortungsvolle Vermittlung von Meditation ergeben: Welche Teilnehmer sind gefährdet? Welche diagnostischen und therapeutischen Kompetenzen benötigen Meditationslehrer?
Zwischen Krankheit und Heilung
Nebenwirkungen der Meditation in der Psychiatrie
Prof. Dr. Hans Förstl, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Technische Universität München
Die Faszination esoterischer Praktiken ist für den modernen Menschen noch nicht vollständig erloschen und dies gilt auch für Patienten mit ernsthaften Krankheiten. Limitierte Experimentalpsychosen mögen für aufgeregte und erschöpfte Menschen mit Befindlichkeitsstörungen ergötzlich sein, gefährden jedoch die Heilung von schwerwiegenden Erkrankungen, bei denen es therapeutisch vorrangig darum geht, wieder einen tragfähigen Kontakt mit der Lebenswirklichkeit herzustellen und nicht davor zu fliehen.
Qualitätskriterien im Umgang mit Meditation
Erfahrungen und Einschätzungen aus kirchlicher Sicht
Dr. Michael Utsch, Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, Berlin
Die Wahrnehmung der (unverfügbaren) Gegenwart Gottes erfordert Übung. Die christliche Tradition hat hierzu einen reichhaltigen Schatz verschiedener Wege entwickelt, die heute wiederentdeckt werden. Allerdings wird aus theologischer Sicht Kritik laut, wenn spirituelle Lehrer Abhängigkeiten erzeugen und diese ausnutzen. Risiken und Nebenwirkungen der Meditation werden an Beispielen beschrieben. Das Ziel, transparente Qualitätskriterien festzulegen, ist gemeinschaftlicher Anstrengung wert.
Alltag spiritueller Praxis
Kritisches zur Lehrer-Schüler-Beziehung
Dr. Alexander Poraj, Zen-Meister, Mitglied der spirituellen Leitung des Benediktushofes, Vorstand West-Östliche Weisheit Willigis Jäger Stiftung, Holzkirchen
Spirituelle Übungen unterschiedlicher Tradition verlaufen oft innerhalb einer langjährigen Begleitung durch eine Lehrerin/einen Lehrer. Diese Art der Praxis beinhaltet eine Reihe von Vorteilen, aber auch Risiken, die bislang kaum konstruktiv angesprochen, geschweige denn angegangen worden sind. Ein zeitgenössischer Umgang mit Spiritualität setzt eine adäquate Auseinandersetzung mit dieser Art der Vermittlung voraus, um Missverständnissen und vor allem Missständen vorzubeugen.
15.35 Uhr Pause
15.50 Uhr Podiumsdiskussion
Neue Bewusstseinskultur in einer aus den Fugen geratenen Welt
Moderation: Gert Scobel
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Teilnehmer:
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Joachim Faulstich, Fernsehjournalist (ARD) und Buchautor, Frankfurt am Main | ![]() |
Prof. Dr. med. Götz Mundle, Ärztlicher Geschäftsführer Oberbergkliniken und Chefarzt der Oberbergklinik Berlin/Brandenburg |
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Dr. Anna Gamma, Geschäftsleiterin, Lassalle-Institut, Edlibach, Schweiz | ![]() |
Dr. Michael Utsch, Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, Berlin |
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Prof. Dipl.-Ing. Martin Meusburger, Fachhochschule Vorarlberg, Dornbirn, Österreich, Mitbegründer des Spin-off Pionierbasis |
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17.15 Uhr Meditation
Fred von Allmen
17.20 Uhr Geleitworte
Prof. Dr. Dieter Vaitl
17.30 Uhr Kongressausklang